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	<title>Das Werden des freien Menschen &#187; Stephan</title>
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	<description>Wege und Mittel von Ausgrenzung, Verfolgung und Verleumdung in der Gegenwartskultur und ihre Auswirkungen auf den Menschen.</description>
	<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 11:05:40 +0000</pubDate>
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		<title>Einbruch in die Freiheit III</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 22:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		
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Fortgang der Ermittlungen gegen den Kripokommissar Harry B.
Die Ermittlungen gegen den Kripokommissar Harry B. mussten aufgrund meiner Beschwerde durch die Staatsanwaltschaft erneut aufgenommen werden. Die wiederholte Vernehmung des als „glaubwürdig&#8221; bezeichneten Sektenkommissars förderte dabei wesentliche Widersprüche zu Tage: So musste er die zunächst bestrittenen zahllosen Gespräche mit Karl L. nun doch eingestehen. Er musste auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--></p>
<p><strong>Fortgang der Ermittlungen gegen den Kripokommissar Harry B.</strong></p>
<p>Die Ermittlungen gegen den Kripokommissar Harry B. mussten aufgrund meiner Beschwerde durch die Staatsanwaltschaft erneut aufgenommen werden. Die wiederholte Vernehmung des als „glaubwürdig&#8221; bezeichneten Sektenkommissars förderte dabei wesentliche Widersprüche zu Tage: So musste er die zunächst bestrittenen zahllosen Gespräche mit Karl L. nun doch eingestehen. Er musste auch einräumen, selbständig angerufen und ohne Befugnis in Italien „ermittelt&#8221; zu haben. Ferner musste er zugeben, Karl L. schon längst vor dessen Anzeige gekannt zu haben, was er bei seiner ersten Vernehmung noch vehement abgestritten hatte. Die Frage, wie Karl L. meinen Namen erhalten und als einziger Hauptzeuge in dem damaligen Verfahren gegen mich zu dem Wissen über Details der Akten gelangt war, wenn nicht durch ihn, blieb ebenfalls ungeklärt. In seiner Vernehmung forderte er jedoch erneut eine Strafverfolgung gegen mich, schließlich sei ich Sekte und meine Anzeige gegen ihn könne doch keinen anderen Grund haben, als dass er durch die Sekte terrorisiert werden solle. Diese Einsicht werde ja auch von den Ermittlungsbehörden geteilt.</p>
<p>Man muss diese Logik einmal wirklich durchdenken: Wenn ich mich gegen die falschen Beschuldigungen nicht wehre, dann heißt dies, dass ich schuldig bin. Wenn ich aber von meinen Bürgerrechten gebrauch mache und mich zur Wehr setze, dann heißt dies ebenfalls, dass ich schuldig bin, da es ein Zeichen von Sekten sei, sich gegen Angriffe von außen zu wehren. Es handelt sich also um ein Gedankengebäude ganz im Stile der mittelalterlichen Inquisition, bei der eine irrationale Pauschalverurteilung von vornherein feststeht und der Delinquent schuldig ist, ganz gleich wie er sich stellt.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft war nun genötigt, doch noch die von mir genannten Beweise zu erheben bzw. Zeugen zu befragen, da die Glaubwürdigkeit des &#8220;Sektenkommissars&#8221; nun doch ziemlich erschüttert war. Wohl um diese Beweiserhebung zu vereiteln, musste wieder der „alte Verbündete&#8221; Karl L. einspringen. Er wurde nun zu den strittigen Punkten befragt, aber nur schriftlich und unter Umgehung des Amtsweges über die italienischen Behörden. Er legte daraufhin eine juristisch perfekt ausgefeilte Erklärung ab, dass er nie durch Harry B. beeinflusst oder manipuliert worden wäre, niemals irgendwelche Informationen erhalten habe, lediglich einmal von ihm sehr seriös beraten worden wäre.</p>
<p>Da es sich hier um keine ordentlich Zeugenbefragung handelte und die Erklärung in Schreibstil und Sprache gar nicht aus der Feder des Obstbauern stammen konnte, und da er seinen langjährigen „Berater&#8221; auf so perfekte Weise deckt, liegt natürlich die Vermutung einer abgesprochenen Zusammenarbeit sehr nahe.</p>
<p>Da Karl L. wegen immer mehr auflaufenden Schulden, Unterhaltszahlungen, Anwaltskosten etc. und mehreren Strafverfahren in Italien gegen ihn zunehmend in Bedrängnis kam, erhoffte er wohl von den Münchner Behörden und Kirchenstellen die Rettung aus seiner immer auswegloser werdenden Lage. Auch seinen Verwandeten und Bekannten gegenüber äußerte immer wieder, dass es ihm mit Hilfe der &#8220;Münchner Experten&#8221; gelingen werde, seine Geschichte doch noch durchzubekommen, anderenfalls könne er, wie er sich ausdrückte, &#8220;zu den Hühner ziehen&#8221;, d.h. er wäre existenziell am Ende.</p>
<p>Die Kirche verbindet sich auf diese Weise mit den „Armen und Schwachen&#8221;. Es handelt sich ja tatsächlich um einen psychisch kranken Menschen, allerdings mit enormen kriminellen Potential. Die Kirche und ihre Sektereferenten machen sich dadurch aber auch angreifbar. Denn nun, nachdem die Zusammenarbeit besiegelt und der Sektenkommissar Harry B. durch ihn gedeckt wurde, ist dieser natürlich auch durch ihn erpressbar. Der evangeliche Sektenbeauftragte, der ja als Vermittler zu Harry B. und für Karl L. als ständiger Berater fungierte, ist dadurch natürlich gleichermaßen angreifbar</p>
<p>Es bleibt deshalb abzuwarten, was geschieht, wenn die Rechnung doch nicht aufgeht und Karl L. in Italien vor einem Gericht aussagen muss. Ob er nicht doch am Ende bereit ist, seine kirchlichen Berater preiszugeben, und sei es nur, um die eigene Haut zu retten.</p>
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		<title>Merkmale für Sekten und sektiererisches Verhalten</title>
		<link>http://selbstwerden.de/2008/11/merkmale-fur-sekten-und-sektiererisches-verhalten/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 23:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Die Anti-Sekten Szene]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Begriff der &#8220;Sekte&#8221; besitzt heute eigentlich für alle Menschen einen sehr unsympathischen Beigeschmack. Es gibt wohl niemanden, der gerne als Sektierer gelten, oder als Sektenmitglied bezeichnet werden möchte.
Auf der anderen Seite existieren kaum klare Vorstellungen darüber, was denn nun wirklich unter einer Sekte oder einem sektiererisches Verhalten zu verstehen sei. Es handelt es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff der &#8220;Sekte&#8221; besitzt heute eigentlich für alle Menschen einen sehr unsympathischen Beigeschmack. Es gibt wohl niemanden, der gerne als Sektierer gelten, oder als Sektenmitglied bezeichnet werden möchte.</p>
<p>Auf der anderen Seite existieren kaum klare Vorstellungen darüber, was denn nun wirklich unter einer Sekte oder einem sektiererisches Verhalten zu verstehen sei. Es handelt es sich aufgrund fehlender Vorstellungen und Definitionen immer noch um einen relativ vagen Begriff, der allerdings stark mit allerlei Ängsten und Stimmungen aufgeladen ist. Ähnlich wie im Mittelalter der Begriff des „Ketzers&#8221; wird heute die Bezeichnung &#8220;Sekte&#8221; recht umfassend und weit gefasst für alles verwendet, was in irgend einer Weise nicht die Zustimmung der etablierten Kirchen und Institutionen erhält. Darüber hinaus wird er auch vielfach als Mittel der Ausgrenzung, der Diffamierung oder allgemein als Kampfmittel gegen unliebsame Menschen und neue Bewegungen im religiös-spirituellen Bereich eingesetzt.</p>
<p>Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein kleiner Vergleich mit einem ganz anderen kulturellen Hintergrund, wie wir ihn beispielsweise in den USA vorfinden. Dort gilt die Frage, „Bei welcher Sekte bist denn du?&#8221; als etwas ganz Selbstverständliches und Natürliches, während in Mitteleuropa und besonders in Deutschland schon die Frage nach der politischen Orientierung oder die Frage nach der Konfession, (katholisch oder evangelisch?) als indiskret gilt. Es besteht eine tiefverwurzelte und zumeist unbewusste Abwehr gegen diese Art Klassifizierung, und natürlich auch eine gewisse Angst vor den Folgen und Repressalien, die daraus erwachsen könnten. Die Erfahrung, dass die „falsche&#8221; Weltanschauung oder die „falsche&#8221; Gesinnung zu millionenfachen Foltern und Leiden bis hin zum Tode führen kann, hat sich über die Jahrhunderte mitteleuropäischer (Kirchen)-Geschichte sicherlich tief in das kollektive Bewusstsein unserer Kultur eingegraben.</p>
<p>Bei aller Tragik für den sozialen Frieden, die durch den Kampf der Religionen und Weltanschauungen entsteht, erscheint es für das Thema unserer Webseite aber weniger bedeutungsvoll, ob sich die eine Konfession mit der anderen bekriegt oder die eine weltanschauliche Einrichtung sich gegenüber einer anderen behaupten möchte. Wenn aber der Einzelne aufgrund seiner Wahrheitssuche, aufgrund seines Strebens nach wissenschaftlicher Erkenntnis oder moralischer Vervollkommnung sich aus den kollektiven Forderungen des jeweiligen Zeitgeistes herausentwickelt und deshalb mithilfe des Sektenbegriffs ausgegrenzt und verfolgt wird, so ist dies für die Frage des Selbstwerdens und der Freiheit des Einzelnen von entscheidender Bedeutung, denn gerade diese Ausgrenzung trägt wieder zur weiteren Entwicklung und Vervollkommnung bei.</p>
<p>Häufig werden im Kampf der Meinungen und Weltanschauungen, vor allem von den kirchlichen Sektenbeauftragten sogenannte Sektenpunkte angeführt, die dann dem ahnungslosen Bürger als Erkennungsmerkmale für Sekten dienen sollen (Zum Beispiel h<a href="http://www.sekten-sachsen.de/bild-check.htm" target="_blank">ier</a>. Oder <a href="http://www.relinfo.ch/sekten/definition.html" target="_blank">hier</a> gibts sogar einen Fiebermesser der Sektenhaftigkeit!).</p>
<p>Nicht selten werden diese Punkte zur Abwertung und Bekämpfung von Einrichtungen und zu schrecklicher Erniedrigung von Menschen und ihren Idealen verwendet. Sie entbehren jeglicher wirklichen inneren Logik und haben das Niveau eines der üblichen 5 Minuten Persönlichkeits- oder Intelligenztests.</p>
<p>Die im folgenden angeführten 10 Punkte dienen aber schon von der Art und Weise, wie sie formuliert wurden nicht primär zur Erkennung und Klassifizierung von Einrichtungen und deren Vertretern, sondern sind viel mehr zum einzelnen Individuum gesprochen. Ihr Zweck ist nicht Klassifizierung sondern Gedankenanregung zu den wesentlichen Mechanismen, die zur Entwicklung typisch sektiererischer Tendenzan führen. Ihr Motiv besteht in der Anregung eines freieren, von kollektiven Vereinnahmungen unabhängigeren Ich-Standpunktes.</p>
<p>Der Schreiber, Heinz Grill, ist spiritueller Lehrer und von daher selbst vielfacher Diffamierung und Verleumdung ausgesetzt. Er geht offensichtlich davon aus, dass heute eigentlich jeder Mensch, wenn er nicht in einem gesunden und individuellen Selbstbewusstsein gegründet ist, fremdbestimmt, gruppenorientiert und somit zu einem gewissen Grad sektiererisch ist. Als spiritueller Lehrer besitzt er aber auch das Anliegen, zu einer für unsere Zeit angemessenen Weiterentwicklung und moralischen Vervollkommnung beizutragen. Nach seinen Ausführungen erscheint es geradezu eine Forderung der Zeit zu sein, dass nicht nur einige wenige große Persönlichkeiten sich durch ihr Erkenntnisstreben aus diesen kollektiven Bewusstseinformen herausentwickeln, sondern dass eigentlich jeder Einzelne geeignete Mittel und Wege findet, sich nicht mehr primär durch die Zugehörigkeit zu einem Verein, zu einer Gruppe, einer Kirche oder einem Staat zu definieren, sondern durch die Fähigkeit, aus sich (aus dem eigenen Ich) heraus schöpferisch Tätig zu werden, dem Leben Inhalte zu geben und es mit mutigen Perspektiven selbst zu gestalten.</p>
<h2 style="text-align: center;"><em>10 Punkte zum Thema Sekten</em></h2>
<p style="text-align: center;"><em>von Heinz Grill</em></p>
<p><em>Die Merkmale, wie die Kirchen Sekten einteilen, sind keineswegs tolerierbar. Die Schriften, die sie verteilen, sind wahrhaftige &#8220;Blutschriften&#8221;, sie sind eine Verletzung der menschlichen Achtung und Würde und dienen nur zu dem Zweck, das eigene Machtregime auf eine größtmögliche Sicherheit zu bringen. In etwa 10-20 Jahren wird man die Vorgehensweise der christlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften genauso wie im Mittelalter als Bluttaten identifizieren und benennen. Das Grundmotiv ist das Gleiche, nur wird heute das Töten und die Verfolgungen auf einer psychologischen und meist auch auf einer anonymen Ebene getan.</em></p>
<p><em>Einige wichtige Merkmale fasse ich wie folgend zusammen:</em></p>
<ol>
<li><em>Ein sektiererisches Verhalten liegt vor, wenn man die Glaubenslehre wichtiger wertet als das Menschsein und die gegenseitige Achtung.</em></li>
<li><em>Ein Abgleiten in irrtümliche und rein rituelle, formelle oder vitale Strukturen, die sektiererisch werden, entsteht, wenn keine praktischen Möglichkeiten, Realisierungen und keine zeitgemäße oder angemessene Seelsorge oder nachvollziehbare Lehrinhalte in die Umsetzung kommen. Die Lehre wird dann nur noch Dogma oder eine Wahrheit in einem psychischen Festhalten. Es fehlt der gelebte, praktische und integrale Bezug zur Welt.</em></li>
<li><em>Wenn die Selbstverwirklichung und die Suche nach Wahrheit fehlen, wenn man wie Lessing sagte &#8220;schon zur Rechten Gottes sitzt&#8221;, so liegt ein vielleicht nicht ausgesprochener, aber dennoch für Sekten und Irrtümer charakteristischer innerer, autoritativer Wahrheitsanspruch vor. Dieser Wahrheitsanspruch entwickelt sich allzu leicht im Christentum, aber auch im Yoga. Der Glaube wird nicht mehr durch die immerwährende Erkenntnissuche und die schöpferische Hingabe wie auch Dienstbereitschaft belebt. Gespräche im lebendigen Austausch sind dann nicht mehr möglich, da der Autoritätsanspruch wie eine vitale Macht nach innen in die Psyche verlagert ist. Dieses häufige Phänomen finden wir bei den meisten Christen. (Wir finden es leider auch bei uns an der Yogaschule.)</em></li>
<li><em>Die psychologisch-materialistische Geisteshaltung der westlichen Kultur führt zu einem Benützen der höchsten religiösen Wahrheiten für einen rein eigennützigen Zweck. Viele Menschen geben sich Gott hin, um einen Ersatz für ein misslungenes Leben zu erhalten. Die psychologisch-materialistische Gesinnung ist vor allen Dingen daran zu erkennen, wenn man das Evangelium oder eine andere Schrift zum Argumentieren benützt.</em></li>
<li><em>Emotionale, vitale Glaubensformen entstehen, wenn das Gottesideal und Heilige in ihrer persönlichen Gestalt relativiert werden. Das Leben und Werk von Heiligen und Eingeweihten ist anders und kann nicht einfach nachgelebt werden. Sektiererei entsteht, wenn man nach menschlichen Maßstäben relativiert und dadurch die Einordnung in der Meditation und Ehrerbietung leugnet.</em></li>
<li><em>Ein Verlust der Individualität entsteht als Sektenzeichen im falschen Sinne, wenn das eigene Ich Gott in einem Bekenntnis, in einer Taufe oder Initiation übergeben wird und deshalb die Erkenntnissuche wie auch die Meisterschaft über die großen Spannungen des Lebens in eine fremde Hand gleiten.</em></li>
<li><em>Typische Sektenzeichen bzw. gefährliche Tendenzen sind es, wenn andere Glaubenslehren unter Vorgabe eines seelsorgerischen Zweckes angegriffen und verurteilt werden. Dies führt dazu, dass ein gemeinsames Gespräch unmöglich wird.</em></li>
<li><em>Wenn wirtschaftliche oder politische oder allgemein machtvolle Interessen auf Kosten der Wahrheitssuche, der künstlerischen und ästhetischen wie auch seelsorglichen Arbeit gehen, führt der Weg unweigerlich in den Irrtum. Im Gesamten zeigen sich meist viele Widersprüche, Lügen und Manipulationen gegenüber anderen.</em></li>
<li><em>Kritisch ist allgemein das Lehren, das des Wissens bedarf und der menschlichen Reife, Weite und Würde. Viele Irrlehren entstehen oder verstärken sich, da die Menschen heute lehren und von ihrem Bewusstsein her gar nicht befugt sind zu lehren.</em></li>
<li><em>Schwierig und gefährlich ist es, wenn ein Lehrer bedingungslosen Gehorsam auf Kosten der Individualität und der persönlichen Freiheit des Lebens verlangt.</em></li>
</ol>
<p><span style="color: #000000;">Diese 10 Punkte waren ursprünglich nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Sie wurden im Rahmen einer Yogalehrerausbildung, welche von Heinz Grill geleitet wurde, im Frühjahr 1996 als Aufgabenbrief zur Auseinandersetzung mit einem aktuellen Thema verfasst. Die Veröffentlichung auf dieser Webseite findet mit freundlicher Genehmigung des Autors unter Wahrung der Urheberrechte statt.</span></p>
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		<title>Einbruch in die Freiheit II</title>
		<link>http://selbstwerden.de/2008/10/einbruch-in-die-freiheit-ii/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 21:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Lügen verhindern weiteren Fortschritt
Der in Einbruch in die Freiheit I geschilderte Fall trägt in sich ein großes Potential zu einem wirklichen Fortschritt. Man stelle sich vor, welche Wirkung es hätte, wenn die genannten Personen ihre Lügen auf den Tisch legen und einmal damit aufhören würden. Die damit reservierten Machtpositionen würden dahinschmelzen, und die Menschen könnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Lügen verhindern weiteren Fortschritt</h2>
<p>Der in <a href="http://selbstwerden.de/2008/07/einbruch-in-die-freiheit/" target="_blank">Einbruch in die Freiheit I</a> geschilderte Fall trägt in sich ein großes Potential zu einem wirklichen Fortschritt. Man stelle sich vor, welche Wirkung es hätte, wenn die genannten Personen ihre Lügen auf den Tisch legen und einmal damit aufhören würden. Die damit reservierten Machtpositionen würden dahinschmelzen, und die Menschen könnten sich vielleicht zum ersten Mal wirklich begegnen. Eine völlige zerrüttete Familiensituation könnte sich heilen. Auch wenn vielleicht unter den gegebenen Umständen keine Weiterführung der Ehe angestrebt würde, so wäre doch ein respektvoller und die Würde des Menschen achtender Umgang zum ersten mal möglich. Das Kind würde nicht mehr nur von den verschiedenen Parteien benützt und instrumentalisiert, sondern würde die ersehnten Eltern endlich einmal rational erleben können.</p>
<p>Nach einer mehr esoterisch geprägten Sichtweise wird die Lüge wie eine Art Mord in der geistigen Welt beschrieben. Lüge bedeutet demnach eine Vernichtung von Schöpferkraft, eine Zerstörung von Lebenssubstanz, die anderen damit nicht mehr zur Verfügung steht. So sucht das Opfer einer Lüge in der Regel bei dem „Täter&#8221; gerade dasjenige, was es durch die Lüge an Seelenkraft eingebüßt hat. Es ist aber eine in der Psychologie bekannte Gesetzmäßigkeit, dass dieser Versuch, das Verlorene wieder zu erhalten, eine gewisse Unfreiheit und ein geheimnisvolles Band der Abhängigkeit aufrecht erhält. Der Verlust müsste durch einen größeren und schöpferischen Entwicklungsschritt kompensiert oder besser sogar geheilt werden. Hierzu wäre es allerdings nötig, die Lüge und ihre zerstörende Wirkung konkret zu erkennen und durch größere Moralität zu überwinden. Es erscheint aber besonders schwierig, versteckte, hinterhältige und nicht erkannte Lügen zu übersteigen, da sie ihre zerstörende Wirkung ganz im Verborgenen weiter ausüben.</p>
<p>Auf diesen Hintergrund stellt sich mir die Frage, warum sich dieser geschilderte Fall bis zum heutigen Tage nicht wirklich auflösen möchte, obwohl doch die verschiedenen Positionen mittlerweile so klar auf der Hand liegen? Warum erhält der Südtiroler Obstbauer nicht die notwendige juristische Konsequenz, obwohl er seine Verleumdungen weiterhin nachweisbar verbreitet und mit seinem kriminellen Potential auch schon auf anderen Gebieten zur Genüge aufgefallen ist bzw. auch weiterhin auffällt? Die Kirchen im Hintergrund werden wohl immer unbehelligt bleiben können, da sie es ja von jeher geschickt verstehen, sich selbst im Hintergrund zu halten und sich nur der „weltlichen&#8221; Organe zu bedienen. Warum aber geht nach wie vor für die Betroffenen diese krankmachende und zerstörende Wirkung von dem Fall aus, obwohl doch die falsche Beschuldigung aufgedeckt und auch die Sektenbeauftragten sich weitgehend aus der Affäre gezogen haben? Warum ist es bisher noch nicht gelungen, diesen Einbruch in die Freiheit wirklich zu stoppen oder gar auf höherer Stufe aufzulösen? Der Grund hierfür liegt wohl darin, dass die Lüge und das sehr geschickt berechnende, und in seiner Wirkung zerstörerische Spiel der Mutter, Christine H., noch nicht wirklich aufgeklärt geschweige denn aufgelöst werden konnte. Obwohl die Mutter selbst Opfer der Gewalt und Nachstellungen ihres früheren Mannes zu sein scheint, hat sie doch gerade durch ihre Motive, durch ihren Betrug und ihr fortgesetztes falsches Spiel scheinbar ganz wesentlich zu diesem Konflikt und seiner Ausbreitung auf andere beigetragen.</p>
<p>So stürzt sich die Mutter, obwohl die familiären Verhältnisse derart verstrickt und ungelöst sind und nicht einmal das Sorgerecht für das Kind ausreichend geregelt ist, erneut und ebenso wie sie es schon wiederholt in ihrem Leben getan hat, in eine Beziehung zu einer zwielichtigen Internetbekanntschaft. Nur durch Zufall habe ich erfahren, dass auch hier das Motiv nicht der aufrichtige Wunsch nach einer Partnerschaft ist, was unter den gegebenen Bedingungen ohnehin kaum möglich erscheint, sondern wiederum ein tief verwurzelter Hass gegen Heinz Grill und vor allem gegen das von ihm gelebte Ideal eine würdevollen partnerschaftlichen Verbindung unter Wahrung der gegenseitigen Verantwortung. Erneut belügt und betrügt sie ihre Freunde, deren Hilfe sie zur Aufarbeitung ihrer auswegslosen Situation in Anspruch nimmt, und erneut werden wohl wieder andere Personen die Wirkungen ihrer Taten und Motive tragen müssen.</p>
<p>Es ist normalerweise nicht möglich, in vollem Bewusstsein der eigenen Taten und deren Wirkungen andere zu betrügen oder zu schädigen. Ein wirkliches Wahrnehmen der Umstände und Zusammenhänge führt in der Regel zu einer moralisch gehobeneren Haltung. Von einem mit ihr befreundeten Bekannten habe ich erfahren, dass Christine H. sehr genau um die Zusammenhänge weiß. Sie weiß, dass sie mithilfe von Lüge über anderen Menschen verfügen und geschickt mit ihnen spielen kann. Deshalb sagt sie, dass sie, wenn sie damit aufhören und zur Aufklären beitragen würde, ihre Zustimmung zu einem ihr von Heinz Grill schon vor Jahren vorgeschlagenen moralischen Aufstieg geben müsste. So bleibt in der Folge wohl nur die Möglichkeit, dass wiederum andere Menschen die Folgen ihrer Taten tragen müssen. Eine wirkliche Auflösung des Falles wird wohl nur zu erreichen sein, wenn an ihrer Stelle andere Menschen sich im Bewusstsein dieser Umstände zu einer klareren Haltung und Verantwortung dem Leben gegenüber aufschwingen können.</p>
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		<title>Kirche und Sekte - aus der Sicht eines &#8220;Sektierers&#8221;</title>
		<link>http://selbstwerden.de/2008/07/mein-verhaltnis-zur-katholischen-kirche/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 12:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Kurz vorweg&#8230;
Ergänzend zu dem Artikel „Einbruch in die Freiheit&#8221;, zeigt sich in diesem Text, gerade durch persönliche, autobiografisch gehaltene Schilderung die Wiederspiegelung der auf unserer Webseite zum Thema gemachten, inneren Gesetzmäßigkeit: Das Werden des freien Menschen, der trotz, oder gerade durch die Anfeindungen die ihm widerfahren zu einer unabhängigeren, reiferen und letztlich auch „menschlicheren&#8221; Ich-Position [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #800000;">Kurz vorweg&#8230;</span></h3>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #800000;">Ergänzend zu dem Artikel „Einbruch in die Freiheit&#8221;, zeigt sich in diesem Text, gerade durch persönliche, autobiografisch gehaltene Schilderung die Wiederspiegelung der auf unserer Webseite zum Thema gemachten, inneren Gesetzmäßigkeit: Das Werden des freien Menschen, der trotz, oder gerade durch die Anfeindungen die ihm widerfahren zu einer unabhängigeren, reiferen und letztlich auch „menschlicheren&#8221; Ich-Position im Leben gelangen kann. </span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #800000;">Auch wenn der Autor anfangs Bedenken äußerte, und meinte, dieser Text sei wohl zu persönlich für eine Veröffentlichung, denke ich dass er gerade in dieser Form geeignet ist, ein Verständnis für die uns am Herzen liegende Thematik zu eröffnen und ich bat ihn daher, ihn für eine Veröffentlichung an dieser Stelle zur Verfügung zu stellen.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #800000;">Bernhard Spirkl</span></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<h3>Eine autobiografische Skizze</h3>
<p><span style="color: #800000;">(dieser Text wurde am 16.7.2000 verfasst)</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kindheit und Jugendzeit</span></p>
<p>Mein Verhältnis zur katholischen Kirche reicht schon sehr weit in die Kindheit zurück. Ich bin natürlich, wie die meisten Zeitgenossen auch, schon kurz nach der Geburt getauft worden. Welche Auswirkungen diese Taufe nach sich zieht, lässt sich heute kaum abschätzen. Erinnern kann ich mich noch, dass ich schon sehr früh, etwa mit drei, vier Jahren als Messdiener eingesetzt wurde. Das war natürlich etwas besonderes und es musste auch eigens ein Messgewand für diesen kleinen Ministranten zurechtgestutzt werden. Wenn ich zurückdenke, so habe ich diese Zeit als Messdiener bei aller Langeweile, die man natürlich bei diesen endlosen Veranstaltungen als kleines Kind empfindet, doch sehr geliebt. Ich habe die Sakristei geliebt mit ihren einfachen, schönen und gediegenen Kieferschränken, den marmornen Steinboden in der Kirche. Das Mosaik am Seitenaltar, die Marienfigur und das Altarbild kannte ich bis ins kleinste Detail. Der Duft von Kerzen, Weihrauch und ätherischen Ölen aus den Putzmitteln., die Lieder und Psalmen, die Glocken und Zimbeln, die Lichter und Orgelklänge habe ich sehr geliebt. Besonders geliebt habe ich die Stimmungen an Weihnachten oder in der Osternacht, wenn die Vögel dazu sangen, oder das Fronleichnamsfest, wenn alle im prächtigen Blumenschmuck zu dem idyllischen Altar am Isarhochufer marschierten und die frühlingshafte Stimmung in der Luft lag. Wir haben dann den ganzen Vortag Blumen gezupft, die Kirche geschmückt, Altäre hergerichtet und sind voller Erwartung schon in der Früh um fünf Uhr in der Kirche marschiert um den Blumenteppich auszulegen und die letzten Arbeiten noch zu erledigen. Alles war auf Einfachheit, Schönheit, Klarheit ausgerichtet und fügte sich wie selbstverständlich zueinander.</p>
<p>Später dann mit 11 Jahren begann ich in der Heimatgemeinde das Orgelspiel zu übernehmen. Das war natürlich wieder etwas besonderes. Es wurde eigens eine kleine Orgel mit 7 Registern gebaut, an der ich unzählige Stunden meiner Jugendzeit verbrachte. Ich habe dort die Maiandachten gespielt, wenn der Frühlingsregen auf das Kirchendach prasselte, die Frühmesse am Sonntag, wenn es noch dunkel war, die Spätmesse und die Vorabendmesse, wenn im Fernsehen die Sportschau kam. Ich habe bei Beerdigungen, Hochzeiten und an allen Feiertagen gespielt. Ich war Autodidakt und habe mit 14 Jahren meinen ersten Unterricht bekommen. Meinen Orgellehrer habe ich sehr verehrt und später durfte ich ihn sogar in der Ferienzeit vertreten. Ich war nie in einer Jugendgruppe oder Pfadfindergruppe, sondern habe eher ein einsames Dasein an der Orgel mit der Musik und den vielen Stimmungen verbracht. Wenn es Gruppen gab, wurde es für mich eher schwierig. Aus der Erstkommuniongruppe wurde ich gleich wieder rausgeworfen, weil ich zu ungehalten war, auch von anderen Sakramentvorbereitungsgruppen wurde ich aus ähnlichen Gründen suspendiert. Die später aufkommenden Jugendgruppen mit ihren gefühlvollen Liedern haben mich eher beängstigt. An meiner Orgel fühlte Ich mich aber alles in allem relativ glücklich und frei.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Berufswahl und Studienzeit</span></p>
<p>Mit 18 stand dann die Berufswahl an und ich war mir nicht sicher ob ich einen technischen Beruf wählen wollte oder eben die Musik. Mein damaliger Lehrer, Bernward Beyerle, verwies mich aufgrund guter Fortschritte im Orgelspiel an den damals namhaftesten Organisten, Franz Lehrndorfer. Und ich kann mich noch erinnern, dass ich 10 mal um das Telefonhäuschen ging und mit der Entscheidung rang, bis ich ihm meinen Berufswahl mitteilen konnte und ihn bat mich als Organist auszubilden. Auch diesen Lehrer verehrte ich sehr. Es kam dann die Aufnahmeprüfung auf die Musikhochschule und das Studium der Kirchenmusik. Mein Radius weitete sich und ich spielte hier und dort in den verschiedensten Kirchen. Ich machte dabei auch wieder ganz neue Erfahrungen. Man könnte sagen, die glückliche Zeit meiner Kinder- und Jugendjahre war vorüber. Ich erlebte Priester, mit einer für mich ganz merkwürdigen eigenen Moral, die mit dem Hinweis auf die höhere Ehre einem die Ehre abschnitten, Versprechungen machten, Verträge brachen und die idealistische Gutmütigkeit des jungen Musikers ausnützen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich tagelang mit Gewissenszweifeln rang, weil ein Priester mich wieder einmal um den ausgemachten Lohn betrogen hatte. Ich konnte nicht glauben, dass ein katholischer Priester einfach um des Geldes willen jemanden hintergehen könnte. Lieber hätte ich an mir selbst gezweifelt, als zu glauben, dass dies in der Religion möglich sei. Religion und Kirche waren für mich damals noch sehr nahe verbunden. Der Duft und die Putzmittel in anderen Kirchen war aber schon anders, als ich es aus meiner Jugendzeit kannte. Die Sakristeien waren muffiger, die Stimmungen bedrückender.</p>
<p>Ich begann zu der Zeit mich auch zum erstenmal für den Geist zu interessieren, las Bücher und interessierte mich für ferne Kulturen. Ich absolvierte mein Kirchemusikstudium und in den Semesterferien reiste ich in fernöstliche Länder auf der Suche nach einer tieferen Religion, als ich sie bisher gefunden hatte. Ich studierte aufgrund guter Leistungen auch das Konzertfach Orgel und erhielt die Meisterklasse bei Prof. Harald Feller, den ich ebenfalls sehr verehrte. Die Musik wurde immer faszinierender. Harald Feller, wie auch mein viel geschätzter Klavierlehrer Friedemann Berger waren ebenfalls Forschende, Suchende nach geistiger Vertiefung, mit denen ich viele wertvolle Gespräche führen konnte. Zu der Zeit verkündete ich noch, ich würde den Geist lieben, ich würde die Musik lieben und die Freiheit, aber in einen Kirchendienst würde ich mich wohl nicht freiwillig begeben, was für meine Kollegen an der Musikhochschule natürlich schon eine kleine Provokation darstellte.</p>
<p>Das Schicksal führte mich jedoch auf andere Wege. Noch vor Beendigung meines Studiums wurde ich an die Universitätskirche nach St. Ludwig berufen. Ich weiß noch wie ich damals 1988 mit der Entscheidung innerlich gerungen habe. Ich hatte damals schon Familie mit zwei Kindern, und damit auch Verantwortung. Ich fühlte aber auch die Verpflichtung mein freigeistiges Leben in eine gesellschaftliche Leistung hinüberzuführen. Ich wollte mit Sicherheit kein Bohème werden. Ich fühlte auch eine gewisse Verpflichtung meinen Lehrern und der Ausbildung gegenüber, welche ich genossen hatte. Innerlich aber empfand ich Ablehnung gegen Rang, Titel und Posten innerhalb der Kirche.</p>
<p>So trat ich die Stelle an und war schockiert über die Zwänge und Enge, die ich in diesen Verhältnissen erlebte. Die Christen der Gemeinde schauten mich jedes Mal wenn ich zur Türe hereinkam von oben bis unten wie einen Fremdling an. Es lag eine einschnürende, kalte Atmosphäre auf den Veranstaltungen. So legte ich mein ganzes Engagement in die künstlerische Arbeit, wo ich auch gute Erfolge erzielte. Ich hatte mir in kurzer Zeit einen Namen gemacht und war auch in der Schule, wo ich unterrichtete, bei Kindern und Lehrern beliebt. Ich hatte auch gute Kontakte zu den Studenten und Professoren, zu Künstlern wie auch zu den sogenannten Intellektuellen, die sich im Umfeld einer Universität gerne aufhalten. Die Kirche empfand ich als einschnürend, eng, geradezu rigide, dennoch bot sie mir die Möglichkeit zu einem guten und positiven künstlerischen wie sozialen Wirken, das sich über München und Bayern hinaus bis ins Ausland erstreckte. So hatte ich mit 30 einen angesehenen Beruf, Familie, Freunde, verschiedenste kulturelle Interessen und einen gehobenen sozialen Status.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Meine Begegnung mit dem Yoga</span></p>
<p>Meine Suche nach dem Geist konkretisierte sich etwa ab 1989 in einem immer drängender werdenden Wunsch, einem Heiligen zu begegnen. So führte mich mein Weg zunächst nach Indien und, nachdem die Suche dort erfolglos blieb, im Frühjahr 1991 nach Kirchreit in Oberbayern zu einem Yogaseminar mit Heinz Grill. An die Eindrücke dieser ersten Begegnung mit diesem außergewöhnlichen Menschen kann ich mich noch sehr genau erinnern. Ich fühlte schon die Tage vorweg, dass es sich bei dieser Begegnung um etwas sehr Bedeutungsvolles handeln werde. Es war direkt vor der ersten Begegnung auch eine innere Stimme vernehmbar, die sagte, dem Menschen, der da jetzt zur Türe herein kommt, dem folgst du nach. Ich wusste, dass ich ihm nachfolgen wollte und ich hatte zugleich aber sorge, ob er diesem Wunsch auch standhalten würde. Ich hatte damals also noch nicht die Sorge, ob ich selbst den Anforderungen einer geistigen Schulung standhalten könnte, sondern ob dieser Lehrer auch ein wirklicher Lehrer sei. Ich schäme mich heute fast dies so zu schreiben, aber ich hoffte, dass er sich auch als spiritueller Lehrer würdig erweisen würde.</p>
<p>Er kam dann zur Türe herein, ich sah seine Gestalt, seine Bewegungen und Gesten, hörte seine Stimme und wusste sofort: das was du jetzt erlebst, das hast du noch nicht gesehen. Hier in diesem Menschen lebt dieses geistige Leben, diese geistige Liebe und Freiheit, die du all die Jahre gesucht hast. Die Sorge um die Reinheit und Lauterkeit dieser Persönlichkeit aber blieb. Noch Jahre später fürchtete ich, dass er vielleicht doch einen Mangel hätte, dass er vielleicht etwas mit Frauen hätte, oder dass es doch nicht so weit her sei mit seiner Weisheit. Vor allem die Ähnlichkeit zu dem was ich als Christusbild in mir trug, störte mich ungemein. Ich war aber doch so tief berührt von diesem Menschen, dass als nächste Stimme sich regte, das, was du jetzt erlebst, wenn du das zu Hause erzählst, dann wirst du verworfen. Und so fuhr ich von dem Seminar nach Hause und erzählte niemandem davon. Ich machte dann im nächsten Jahr die Yogaausbildung und erzählte immer noch niemandem davon. Es ging aber ein unglaublicher Segen von dieser Begegnung und noch mehr von der Ausbildung aus. Neben der künstlerischen Leistung fand ich zum ersten mal Nähe und Beziehung zu den Menschen, so dass ich ihnen tatsächlich etwas geben konnte. Ich leitete z.B. einen Chorprobe und anschließend saßen die Menschen in der Runde und waren von einem zarten Licht begleitet, das sie schöner machte. Die Ängste und Zwänge in den Gruppen wichen etwas von den Herzen. Es fand ein zweites Aufblühen der Arbeit statt, aber diesmal mehr auf einer seelischen Ebene. Auch misstrauische Menschen, die sich bis dahin eher reserviert verhalten hatten, blühten im Zusammensein auf, kam mir näher und mein Ansehen stieg. Es war sicher die erfolgreichste Zeit. Die Vorgesetzen lobten meine Arbeit, die Musiker und Kollegen lobten meine Arbeit und die Menschen lobten sie und freuten sich daran. Sogar meine Gegner und Neider konnten nicht umhin, die neue Qualität meiner Arbeit anzuerkennen. Noch wusste niemand, wem ich den ganzen Reichtum zu verdanken hatte. Die Kirche nahm den Impuls auf diesem Wege dankbar auf und mein Ansehen begann nun auch in der Kirche zu wachsen.</p>
<p>Dies währte bis Ende 1993. Als deutlich wurde, dass gegen Heinz Grill und dem Yoga von Seiten der katholischen Kirche immer mehr agitiert wurde, konnte ich meine selbstauferlegte Schweigsamkeit nicht mehr verantworten. Ich kannte den Yoga und ich kannte die Kirche und so sah ich es als meine Pflicht, zwischen beidem zu vermitteln. Ich glaubte zu derzeit noch, dass es sich um ein Missverständnis handeln müsse. So hatte ich das erste Gespräch mit meinem direkten Dienstvorgesetzten, Prälat Hempfer, am 24.12.1993. Er hörte sich meine Berichte an und sagte fast prophetisch. Er sehe wohl, dass es sich um einen spirituellen Impuls handeln müsse, er kenne mich und habe die Entwicklungen mitverfolgt, er kenne aber auch die Kirche, und diese habe sich immer schwer getan mit solchen Persönlichkeiten wie Heinz Grill. Selbst wenn sie im Nachhinein vieles von diesen Menschen in ihr Glaubensgut aufgenommen habe, so wurden sie zu Lebzeiten doch abgelehnt und verfolgt. Er empfahl Herrn Grill sich noch ein drittes mal demütig an den Hochwürdigen Kardinal Wetter zu wenden - zwei Briefe blieben bisher unbeantwortet -, und er empfahl mir mit Prof. Grom, sozusagen dem Fachmann der Kirche für Spiritualität, zu sprechen und mit Herrn Liebl, dem Haupt-Agitator. Er müsse mir aber gleich sagen, wenn es darauf ankommt, werde er seine persönliche Meinung zurückstellen und nach Willen der Kirche und Ihrer Autorität handeln. Ich bewunderte diese Exaktheit und Klarheit und war erstaunt, zunächst einmal ungeschoren davongekommen zu sein. Ich fühlte mich sogar zu einem gewissen Grade verstanden. Auf der anderen Seite fühlte ich aber zum ersten mal klar ausgedrückt die Macht der Kirche, die mit einer Selbstverständlichkeit in ihrer Autorität höher gestellt wurde als der Geist und alle Liebe der Heiligen. Erst später wurde mir bewusst, dass er wie jeder Priester durch Gelübde zum absoluten Gehorsam verpflichtet war, und dass auch seine Seele unter dieser Bürde geknechtet wurde.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gespräche mit der Kirche</span></p>
<p>So vereinbarte ich für Januar 1994 einen Termin bei Herrn Liebl, dem Sektenreferenten des Münchner Erzbischofs. Und so wie ich noch einige Jahre zuvor mit tiefer innerer Empfindung der ersten Begegnung mit Heinz Grill entgegenblickte, so blickte ich mit ahnungsvollem Gemüt wiederum einer ebenfalls schwerwiegenden Begegnung entgegen. Ich wurde von Herrn Liebl in sein kleines dunkles Büro geführt, er kam mir sehr freundlich und jovial entgegen. Er sagte, dass er auch im Kirchenchor singen würde und zu Hause den halben Steiner stehen und zum Großteil auch gelesen habe, begann über die Wichtigkeit seiner Arbeit zu sprechen und über Satya Sai Baba herzuziehen, den er aus dem Fernsehen kannte. An dieser Stelle schritt ich ein und nahm für Sai Baba, dem großen indischen Heiligen unserer Tage, Stellung, was dem Gespräch plötzlich eine andere Wendung gab. Ich fragte den Sektenreferenten, was er von dem Yoga wisse, was Heinz Grill im Unterricht mache und was die Yogalehrer tun, was im Unterrichtsbuch stünde, was er über Bhakti-, Karma- und Jnana-Yoga wisse, und es stellte sich heraus, dass er keinerlei Fachkompetenz besaß, die ihm irgend ein Urteil ermöglicht hätte. Dennoch begegnete mir in dieser Person ein Argwohn und eine Raffinesse, die ständig versuchte, mir Fangfragen und Fallen zu stellen. Und es begegnete mir ein Hass, den ich bis dahin noch nicht erlebt hatte und der mich bis ins Tiefste erschütterte. Trotz einem vielleicht alles in allem glücklichen Gesprächsverlauf, war ich von dieser Begegnung sehr betroffen und hatte das Gefühl, mit etwas wirklich Bösem konfrontiert worden zu sein. Ich war geschwächt und konnte mich die Tage danach kaum mehr bei der Arbeit konzentrieren. Das Gespräch verfolgte mich wie ein fremdes Wesen, das noch lange an mir zerrte und nicht abließ, meine Gedanken zu vereinnahmen.</p>
<p>Es folgten weitere Gespräche mit geistlichen und nicht-geistlichen Vertretern der Kirche und es wurde immer deutlicher spürbar, dass es sich bei den Angriffen gegenüber dem Yoga nicht um ein Missverständnis handelte, sondern um Angst und um eine zielgerichtete Ablehnung verbunden mit einer Aggression, die versuchte fernzuhalten, was einen selbst in Frage stellen könnte. Ich sprach in der Folgezeit mit Priestern und Bischöfen, mit Theologen und Sektenbeauftragten. Die Gespräche mit den Sektenbeauftragten waren aber immer die schwierigsten. Man saß sogleich wie auf einer Anklagebank und es wurde einem jede Ehre und jeder Wert abgesprochen und schon die Tastsache, dass man mit ihnen spricht, zeigt doch, dass man ein Sektierer, und damit ein Mensch niedrigerer Klasse ist. Ich kann mich noch erinnern, dass ich einmal von solch einer Inquisitionssitzung nach hause kam und im Nervensystem so angegriffen war, dass ich mich hinlegen musste. Jeder Mut und jede Freude zum Leben war erloschen, und mein Körper zeigte Anzeichen einer beginnenden Lähmung. Die natürliche Motorik der Bewegungen schien nicht mehr richtig zu funktionieren, und meine Lebensgefährtin war sehr besorgt um meinen gesundheitliche Verfassung. Es hatten aber nicht alle Gespräche solche Nachwirkungen. Ich traf mich in dieser Zeit auch mit Abt Emanuel Jungklausen vom Kloster in Niederalteich, der mir als sehr herzenswarmer und einfühlsamer Seelsorger begegnete, und schließlich sagte, ich käme ihm vor wie Daniel in der Löwengrube, und dann rieb er sich die Hände und schmunzelte, „aber Daniel ist den Löwen auch nicht auf den Schwanz getreten.&#8221;</p>
<p>Es folgten dann schließlich die Gespräche mit dem Münchner Domkapitular Herrn Obermaier, die einen ersten Dialog mit der Kirche erhoffen ließen. Im Sommer 1994 kam aber das Gutachten von Prof. Grom heraus, das sich wieder ganz im Stil der Ablehnung und Ausgrenzung bewegte, so dass der Dialog schon wieder beendet war, bevor er überhaupt begonnen wurde. Ich verfasste auf Anregung von Herrn Obermaier ein Gegengutachten, das aber wegen Befangenheit abgelehnt wurde. Das Gutachten von mir wurde als befangen bezeichnet, weil ich als Vertreter der Yogaschule galt, das Gutachten von dem Jesuitenpater Prof. Grom galt als unbefangen. Dass auch die Mitgliedschaft und die Gehorsamsverpflich­tung zur katholischen Kirche befangen machen könnte, wurde gar nicht in Erwägung gezogen. So stellte sich das Scheitern des Dialoges heraus, und die Angriffe gegen den Yoga mehrten sich. Es entstand eine Kluft zwischen Kirche und dem Yoga, die ich auch im eigenen Innern erlebte.</p>
<p>Ein weiteres einschneidendes Erlebnis hatte ich im Herbst 1994 bei der 150-Jahr Feier der Münchner Ludwigskirche, zu der Bischof, Domkapitel und Honoratioren von Kirche und Adel geladen waren. Die Feierlichkeit fand bemerkenswerter Weise in der benachbarten Jesuitenhochschule statt. Ich lebte bereits von meiner früheren Frau geschieden und meine neue Lebensgefährtin war gerade im 9. Monat schwanger. So begrüßte ich den Domkapitular Obermaier, den ich von den Gesprächen zum Yoga ja schon etwas kannte und stellte ihm meine Lebensgefährtin vor. Als ich ihren Namen nannte, sie hatte ja, da wir nicht verheiratet waren, einen anderen Nachnamen als ich, zuckte er zusammen und man spürte seine Ablehnung. Kurz darauf beschwerte er sich bei Heinz Grill über das moralische Verhalten seiner Schüler, weil sie die Ehe nicht genügend respektieren würden. Für meine Lebensgefährtin war das ein richtiger Spießrutenlauf. Ich muss aber sagen, dass mir von meinem direkten Dienstvorgesetzten diese moralisierende Haltung nicht entgegengebracht wurde. Dennoch war der Druck ziemlich groß. Ich bekam dann noch Briefe von besonders engagierten Christen, die es unverantwortlich fanden, in meinem Status ein Kind zu bekommen, die Mehrzahl der Kirchenbesucher verhielten sich aber freundschaftlich und neutral.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kündigung und Verwerfung</span></p>
<p>Meine Hauptsünde aber war nicht die Veränderung der Familienverhältnisse, sondern dass ich als „Vertreter&#8221; der Yogaschule Heinz Grill eingestuft wurde, die ja laut Gutachten von Prof. Grom als nicht-christlich galt. So waren die Blicke auf mich gerichtet, ob es gelingen würde, mich und die anderen abtrünnigen Schäfchen vom Yoga wieder der Kirche und dem rechten Glauben zuzuführen. Das habe ich damals in meiner Naivität gar nicht bemerkt. Ich habe aber schon bemerkt, dass mir die Arbeit wieder schwerer gefallen ist. Man suchte plötzlich wieder etwas an ihr auszusetzen. „Sicher arbeitet er nicht genug, dass er sich noch solche Yogaaktivitäten und Yogaausbildungen leisten kann.&#8221; „Sicher strengt er sich nicht genügend an, da ihm alles so leicht von der Hand zu gehen scheint.&#8221; Das Leben wurde wieder schwieriger. Als ich dann voller Stolz und Naivität meinem Dienstvorgesetzten von geplanten Vorträgen über Esoterik und Religion berichtete, war meine berufliche Existenz besiegelt. Ohne zu fragen, was ich da eigentlich tun möchte und ohne mit mir zu sprechen, wurde ich plötzlich auf die Anklagebank gesetzt. Ich war nicht mehr der Stolz der Kirchengemeinde sondern plötzlich derjenige, der ihren Ruf schaden könnte, und so suchte man nach Gründen, wie man mich loswerden könnte. Es wurde der Diözesanjustitiar eingeschaltet und das Ordinariat. Von Freunden erfuhr ich, dass man dort mehrmals zu Rate saß, wie man es anstellen könnte: Wegen „Yoga&#8221; würde zu viel Aufsehens machen, man müsste mir vielleicht eine Dienstverfehlung nachweisen, oder fachliche Mängel, aber woher nehmen? Wie soll ein „Yogalehrer&#8221; auch ordentlich Orgelspielen können? Wie gut der kirchliche Nachrichtendienst funktionierte, merkte ich daran, als plötzlich ein Zeitungshinweis aus einer Wasserburger Lokalzeitung vorlag, in der ein Kollege von mir versehentlich meinen Namen mit einer Yogaveranstaltung in Verbindung gebracht hatte. Die Mienen wurden frostiger, man ging mir aus den Weg und wenn meine Lebensgefährtin, die in dieser Kirchengemeinde aufgewachsen war, in den Gängen entlang ging, suchte der Herr Prälat schnell noch in einer Seitentüre zu verschwinden, um ihr nicht begegnen zu müssen.</p>
<p>Die tatsächliche Kündigung nach 3 Monaten Nervenkrieg erfolgte dann mit einem bürokratischen Trick. Mir wurde im Ordinariat gesagt, ich müsse eine Nebentätigkeit, wie z.B. Vorträge-Halten zwar nicht genehmigen lassen, aber doch mitteilen, damit geprüft werden könne, ob Gründe dagegen sprechen. Dies habe ich getan, und so haben sich gleich die höchsten Gremien mit dieser Angelegenheit befasst. Als nach 3 Monaten immer noch keine Antwort gekommen war, habe ich den ersten Vortrag gehalten und dies auch mitgeteilt. Danach ging es sehr schnell. Mir wurden an einem Tag gleich zwei Briefe zugestellt. Im dem einen Brief hieß es, ich dürfte solche Vorträge nicht halten, da ich aufgrund meines Gegengutachtens eindeutig der Yogaschule Heinz Grill zuzuordnen wäre und diese aber nicht im katholischen Glauben stünde. In dem zweiten Brief wurde auf den ersten bezuggenommen und die Kündigung ausgesprochen, weil ich Vorträge halten würde, die nicht genehmigt seien. Es wurde mir also vorsorglich gleich von vorneherein jede Möglichkeit zur Stellungnahme genommen und mit fadenscheinige Gründe nach siebenjähriger Dienstzeit gekündigt.</p>
<p>Da das ganze Arbeitsverhältnis aber durch das Mobbing schon so unangenehm und unerträglich geworden war, habe ich mich gegen diese Kündigung nicht mehr richtig erwehren können und bin März 1995 wie es auf dem Papier dann hieß „einvernehmlich&#8221; aus dem Dienstverhältnis ausgeschieden. Welche Konsequenzen diese Kündigung nach sich zog, konnte ich damals noch nicht abschätzen. Ich verlor ja nicht nur eine Arbeitsstelle, sondern als Kirchenmusiker auch meinen Beruf, dem ich mein ganzes Leben und 15 Jahre intensivstes Studium gewidmet hatte. Eigenartigerweise brachte die Kündigung auch soziale Spannungen in andere Lebensbereiche hinein. Meine Verwandten reagierte z.T. empört und zogen sich zurück, ebenso Freunde und Kollegen. Es war ein stiller Rückzug und es gab außer meinem Lehrer Harald Feller eigentlich kaum jemandem, der sich für die Hintergründe interessiert hätte. Man begegnete mir forthin sehr reserviert und mit Angst. Meine psychische Verfassung verschlechterte sich zunehmend und bis zum Jahresende befand ich mich in einer tiefen seelischen Depression. Ich versuchte einen neuen Beruf aufzubauen als Pädagoge und Yogalehrer, aber mir war als ob ich Tonnen Gewicht zu schleppen hätte. Ich fühlte mich schuldig, schlecht und unfähig, hatte ständig Angst vor Verfolgung und übler Nachrede und kam kaum auf die Beine. Ich hörte vereinzelt, was mir alles nachgesagt wurde, ich hätte gelogen und meinen Vorgesetzen hintergangen, ich hätte versucht eine Sekte in der Kirche zu etablieren und ein Chormädchen entführt und in eine Sekte eingeschleust. Sogar der Kardinal meldete sich zu Wort, um zu sagen, was für ein schlechter Mensch ich sei. Harald Feller erzählte mir öfters und noch Jahre später von Begegnungen und Gesprächen, bei denen er Stellung nehmen musste, um das entstandene Bild wieder zurechtzurücken. Zu ihm ist dadurch eine sehr schöne Freundschaft entstanden.</p>
<p>Die Depression lichtete sich erst wieder, als mir klar wurde, dass es sich bei ihr um eine Summe von Vorwürfen und Projektionen handelte, die mir und meinem geistigen Lehrer Heinz Grill entgegengeschleudert wurden. Ich musste mir vor Augen halten, dass es sich um fremde Kräfte handelte, um das Wesen einer Angst, die weder durch geduldiges Ertragen noch durch kämpferische Auflehnung zu bewältigen war. Die Depression lichtet sich aber, als mir klarer wurde, dass das Scheitern meiner Existenz für die Kirche und viele ihrer Vertreter eine Notwendigkeit darstellte, um das eigene System nicht in Frage stellen zu müssen. Ich erkannte in diesem Geschehen zunehmend eine tiefere Logik und begann diese zu lieben. So wurde ich, ohne es zu wollen, zum Ketzer befördert.</p>
<p>Schließlich musste ich auch meinen Wohnort verlassen, da es sich immer mehr herausstellte, dass ich in München, wo viele mich kannten, kein Bein mehr auf den Boden bringen konnte. Ich war nicht nur aus dem Beruf ausgebootet sondern zugleich aus dem ganzen sozialen Leben und fühlte mich dadurch zunehmend auch als ein Sonderling. Eigenartigerweise war ich zu derzeit, trotz all der Ungerechtigkeit und Demütigung, die ich von der Kirche und ihren Vertreten zu erdulden hatte, noch nicht aus der Kirche ausgetreten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Neubeginn in Trier</span></p>
<p>Ich zog dann Anfang 1996 nach Trier, wo ich eine neue berufliche Existenz aufbauen wollte. Trier ist zwar auch wie man so sagt ein katholisches Pflaster, die Angst und Ablehnung gegenüber Sekten und andersartigen Personen ist hier in diesem relativ jungen Bundesland aber weitaus geringer als in Bayern. So fand wieder ein Aufblühen statt. Ich fasste wieder Mut und neue Zuversicht, knüpfte Kontakte und versuchte eine neues soziales Feld aufzubauen. Es ging zwar auch hier merkwürdig schnell im Dorf die Kunde, das ich wohl ein Sektenführer oder zumindest ein Sektenmitglied sei, der hier eine Dependance aufbauen möchte, aber das Misstrauen und das Interesse an diesem Neuling hielten sich doch die Waage. Noch bevor ich richtig in das neue Domizil eingezogen war, stand schon der Bürgermeister des Nachbarortes in der Tür und fragte an, ob ich nicht die Leitung des dortigen Kirchenchores übernehmen wollte. Ich wollte zum einen natürlich nicht, und vor allem wollte ich auch nicht mehr für die Kirche arbeiten. Zum anderen wollte ich aber meine Fähigkeiten gerne in die Gemeinschaft einbringen und auch die Menschen nicht zurückstoßen. So schilderte ich meine Situation und bot an, übergangsweise für höchstens zwei Jahre die Tätigkeit zu übernehmen. Die Chorarbeit gestaltete sich wieder überaus glücklich. Der Chor entwickelte sich und es entstand eine schöne Gemeinschaft. Eigenartigerweise blieb ich von Angriffen der Kirche in dieser Zeit relativ verschont. Erst später erfuhr ich, dass die Politiker der Verbandsgemeinde den Regionaldekan veranlasst hatten, mich in Ruhe zu lassen, da man meine Tätigkeit nicht gefährden wollte.</p>
<p>Erst in dieser Zeit, 1997, bin ich von der Kirche formal ausgetreten. Der Pastor rief mich daraufhin an und fragte, was der Grund dafür sei. Als ich ihm dies mitteilen wollte, sagte er, dass wir das einmal persönlich besprechen sollten, wozu es aber nie gekommen war. Und er sagte noch fast wie eine Drohung, dass es ungünstig sei, sich so aus der Gemeinschaft herauszunehmen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Erneute Verwerfung</span></p>
<p>Als ich nach zwei Jahren dann meinen Dienst beendete, gab es noch einmal Aufsehen. Der Regionalkantor der Trierer Kirche rief bei mir an, ich sollte um Gottes Willen die Kirche kritisieren, Briefe schreiben oder sonst etwas machen, aber nicht den Chor aufgeben, dies brächte doch auch für mein berufliches Fortkommen nur Schwierigkeiten. Meine Yogaschule ging zu der Zeit relativ gut. Auch diese Drohung wollte ich Anfangs nicht richtig ernst nehmen. Aber die Schwierigkeiten stellten sich sofort ein. Der Bischof ließ einen Brief an die Chormitglieder schreiben, wo er diese aufforderte, sich von mir als einem Sektenmitglied zu distanzieren, auch wenn sie mich positiv erleben würden, und dass ein Sektenmitglied wie ich ohnehin nicht Chorleiter in einem Kirchenchor sein könne. Nach außen hin hieß es aber, wir bedauern sehr das Ausscheiden unseres Chorleiters, den wir jederzeit gerne wieder bei uns aufnehmen würden. Der Zulauf an meine Schule ließ daraufhin plötzlich nach. Die Veröffentlichungen in der lokalen Presse waren auf einmal wegen Beschwerden von ungenannter Seite nicht mehr möglich. Die gleichen Politiker, die mich zuvor gefördert hatten, hatten auf einmal die größten Sorgen: „Man denke nur an die vielen kollektiven Selbstmorde in letzter Zeit&#8221;, hörte ich zur Antwort, als ich deswegen nachfragte. Als ich mich danach bei einem kirchlich neutralen Gesangsverein in der nahen Umgebung als Dirigent bewarb, sagte dieser trotz zunächst guter Übereinkunft wieder ab mit der Begründung, dass der Pastor sein Veto eingelegt hätte. Und als ich in einem Kindergarten und einer Schule Kurse für die Kinder geben sollte, war die Veranstalterin plötzlich sehr aufgebracht und beunruhigt. Sie sagte, das ganze Dorf hätte auf einmal Angst bekommen, als der Herr Pastor unlängst seine Bedenken äußerte. Die Vereinbarungen wurden aber dann doch eingehalten und es musste zu jeder Kursstunde eine Erzieherin als Aufpasserin anwesend sein, damit ich die Kinder nicht vom rechten Glauben abbrächte. Mehrmals erlebte ich, dass ich Angebote an Bildungseinrichtungen versandte und im Nachhinein erfuhr, dass an diesen Stellen anschließend vor mir gewarnt wurde.</p>
<p>An den Volkshochschulen war ich aber immer noch angesehen. So empfand ich es schon als eine bewundernswerte Logik, dass dort bald darauf ein Vortragsangebot vom Sektenbeauftragten des Trierer Bischofs zu lesen war, „der Trip nach innen, Esoterik im Gesundheitsbereich.&#8221; Bei diesem Vortrag hatte ich gleich die Ehre vom Referenten mit Namen genannt zu werden, es sollte ja jeder wissen, dass ich beim Sektenreferat bekannt sei. Es wurde schließlich sehr vor Yogakursen gewarnt, weil sich diese Yogalehrer als Seelsorger verstünden, was sie nicht seien und überhaupt die Bevölkerung versuchten hinduistisch zu unterwandern. Die Volkhochschulen sollten sich doch einmal überlegen, wen sie da eigentlich beschäftigen. Glücklicherweise waren auch einige Kursteilnehmer anwesend, die sich gegen den doch sehr aggressiven Ton wehrten und Stellung bezogen. Aber es war klar, dass hier ein Mann arbeitet, der alles daran setzte, mich und meine neubegründete Arbeit auszuschalten. Das ging soweit, dass er mich sogar, als ich meine Yoga-Arbeit an eine Bildungseinrichtung in Luxemburg verlegte, noch bevor die erste Yogastunde stattfand, dort als Sektenmitglied anschwärzte und versuchte mich aus der Arbeit zu schaffen. Als ich den Bischof daraufhin um Stellungnahme bat und um einen öffentlichen Dialog anfragte, ließ er mir nur ausrichten, dass ich erwiesenermaßen nicht christlich sei und ein Dialog von daher nicht sinnvoll.</p>
<p>Zu der Zeit war ich aber durch die jahrelange Verfolgung und auch durch das doch sehr anstrengende Leben am permanenten Existenzminimum schon so an meiner psychischen Belastungsgrenze angelangt, dass ich mich am liebsten unter die Decke gelegt hätte und vom Leben abgetreten wäre. Ich war körperlich und psychisch derart geschwächt, dass ich schwer erkrankte und mich wochenlang nicht mehr erholte. Vor allem der Wille zum Leben, die natürliche Hoffung und Perspektive zum Leben waren völlig geschwunden und ich war nahe daran, mich dem Schicksal zu ergeben und die Dinge einfach laufen zu lassen. Auch hier war es erst wieder die Einsicht, dass es sich um Kräfte handelt, die von einer gezielten Beeinflussung und Ausschaltung herrühren, welche mich wieder genesen und den Lebenskampf wieder aufnehmen ließ. Ich musste mir vor Augen halten, dass die Motive und versteckten Absichten derjenigen Personen, die mich verfolgen und loshaben wollen, als reale Kräfte auf das eigene Leben Auswirkungen haben können.</p>
<h2>Schlussbemerkung</h2>
<blockquote><p>Die Zeit aber geht weiter. Der Priester meiner Heimatgemeinde ist mittlerweile verstorben, der Prälat von St. Ludwig in den Ruhestand getreten. Selbst der besagte Sektenbeauftragte hat sein „Amt&#8221; einem Nachfolger übergeben. Heinz Grill wurde von dem oberbayerischen Kirchreit nach Österreich vertrieben und von dort nach Italien. Die Kirche scheint den Sieg davongetragen und die anfangs so hoffnungsvolle Yogabewegung erfolgreich niedergeschlagen zu haben. Was in der Erinnerung zurückbleibt ist jedoch ein tiefer Eindruck darüber, dass von einem Menschen sowohl etwas krankmachendes, deprimierendes und seelisch zerstörendes ausgehen kann, so wie auch ein segensreiches, erbauliches und zu tiefst heilendes Wirken. So sehe ich es geradezu als eine Herausforderung unserer Zeit, die destruktiven Kräfte einer versteckten religiöser Machtentfaltung mehr und mehr zu erkennen und auch zu überwinden. So wie der genannte Bürgermeister zwei Jahre später sagte:</p>
<p>„Jetzt kann ich erst verstehen was du damals eigentlich gemeint hast: Diese Ängste und Depressionen, diese Projektionen und Beschuldigungen, von denen du uns berichtet hast, kannten wir im Dorf gar nicht, mittlerweile breiten sie sich aber immer mehr aus und wir wissen gar nicht wie wir ihnen noch begegnen können.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Einbruch in die Freiheit</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 08:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		
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Ein kleines Vorwort&#8230; 
Der folgende Erfahrungsbericht beschäftigt sich mit Vorkommnissen, die nicht gerade „leicht verdaulich“ sind. Man ist gerne versucht sich abzuwenden, wenn von „nächtlichen Orgien“, „Genitalverstümmelung“, Kindervergewaltigung“ oder ähnlichem die Rede ist. Wenn heute jemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie erlebt man, wenn man plötzlich als Verbrecher da steht? Polizei, Sektenbeauftragte und &#8220;Sektenopfer&#8221; in wirken in &#8220;konzertierter Aktion&#8221; zusammen&#8230;</p>
<h3><span style="color: #800000;">Ein kleines Vorwort&#8230; </span></h3>
<p><span style="color: #800000;">Der folgende Erfahrungsbericht beschäftigt sich mit Vorkommnissen, die nicht gerade „leicht verdaulich“ sind. Man ist gerne versucht sich abzuwenden, wenn von „nächtlichen Orgien“, „Genitalverstümmelung“, Kindervergewaltigung“ oder ähnlichem die Rede ist. Wenn heute jemand einen politischen oder weltanschaulichen Gegner ausschalten möchte, so tut er dies sehr häufig nicht mehr offen im Kampf um die rechten Inhalte, Meinungen und Argumente, sondern versucht ihm irgend eine Schandtat oder Straftat anzuhängen. Verleumdung und falsche Beschuldigungen sind heute ein häufiges Mittel, den unliebsamen Gegner zu schwächen bzw. auszuschalten.</span> <span style="color: #800000;">Wie ergeht es aber einem Menschen, der sich unvermittelt mit derartigen Dingen auseinander setzen muss, der beispielsweise als Sektierer diffamiert und dadurch jeglicher Beschuldigung ungeschützt ausgeliefert wird? Sektenmitglieder, - das weiß der Bürger heute aus den Medien – „tarnen“ sich und ihr Innenleben auf geschickte Weise. Sie tun dies, um sich und die angebliche Sekte zu schützen. Gehirnwäsche, geheime „Psychotechniken“ oder &#8220;schwarze Magie&#8221; ermöglichen ihnen dies. Sektenmitglieder, so die allgemein vertretene Meinung, geben sich also nach Außen hin menschenfreundlich und bürgerlich, sind in Wirklichkeit aber regelrechte  Bestien, die zu den scheußlichsten Grausamkeiten fähig sind. Die Sektenbeauftragten von Kirche und Staat treten nun an, die Gesellschaft davor zu schützen.</span> <span style="color: #800000;">Eine Geschichte wie die folgende, die normalerweise niemand glauben würde und die in ihrer Absurdität geradezu haarsträubend ist, wird durch diese Logik, die den sogenannten Sektierer wie in Zeiten des Mittelalters dämonisiert, zu einer ernstzunehmenden Anschuldigung und Bedrohung für die Betroffenen. Anstelle dem psychisch kranken Menschen in dem Erfahrungsbericht ärztliche Hilfe anzuraten, werden seine Phantasien von den kirchlichen Stellen sogar noch bestärkt, weiter ausgebaut und mit „Insiderwissen“ bereichert, um sie gegen Andersdenkende zu verwenden. Es ist hier längst die Grenze der Kriminalität überschrittet, da einem Menschen nicht nur im Namen der Meinungsfreiheit ehrenrührige Anschuldigungen entgegengeschleudert werden, sondern ihm mit Kindesvergewaltigung eine Straftat angehängt werden soll, die wohl zu den schlimmsten Verbrechen überhaupt zählt.</span> <span style="color: #800000;">So steht nach der Lektüre für mich eines fest: Hier sollen Menschen planmäßig hinter Gitter gebracht werden. Es handelt sich um einen gezielten Einbruch in die Freiheit.</span></p>
<p><span style="color: #800000;">Bernhard Spirkl</span></p>
<h1>Einbruch in die Freiheit</h1>
<p>Am Morgen des 24. Dezember 2007 erreichte mich ein Brief von Christine H., die ich bis dahin wohl dem Namen nach, aber persönlich nicht näher kannte. Sie schrieb mir darin, dass sie meine Adresse im Internet recherchiert hätte, da sie mich über eine unglaubliche Beschuldigung ihres Ex-Mannes mir gegenüber informieren müsse.  Mit mulmigem Gefühl lass ich weiter: Nachdem sie sich von ihrem Mann, einem südtiroler Obstbauern, im Frühjahr 2005 getrennt hatte, sei sie von ihm schwer bedroht und erpresst worden. Sie hätte zuvor mit ihm 5 Jahre auf seinem Bauernhof in Meran gelebt und nun, nach der Trennung beschuldigte er sie gegenüber der Staatsanwaltschaft Bozen als drogenabhängig und als völlig von einem Guru abhängiges Sektenmitglied.  Sie sei von der angeblichen Sekte ständig unter Drogen gesetzt und von deren Mitgliedern unzählige Male brutal vergewaltigt, und dann zusätzlich mit einem Messer im Genitalbereich verstümmelt worden. Dies alles hätte die damals 3 ½ jährige Tochter des Paares mitansehen und miterleben müssen, und er habe nun, drei Jahre später, alles bei einem Sonntagsausflug von ihr erfahren. Das Kind hätte dabei auch meinen Namen genannt und erzählt, dass ich ebenfalls ein Mitglied dieser Sekte sei und an den Vergewaltigungen und nächtlichen Orgien maßgeblich beteiligt gewesen sei. Angeblich wäre ich auch in den Bauernhof in Meran eingebrochen und hätte die Tochter mit einem Messer bedroht, falls sie mich verraten würde. Sie und ihr Vater hätten mich auch kürzlich in Meran gesehen und das Kind hätte mich dabei wiedererkannt.  Beim Lesen dieses Briefes kam ich mir vor wie in einem schlechten Film. Mir war relativ bald klar, dass es sich hier wohl um einen psychisch kranken Menschen handelt, der sich in einem für ihn unlösbaren Ehekonflikt befindet und nun wild um sich schlägt. Es wunderte mich allerdings, warum er es gerade auf mich abgesehen hatte und woher er meinen Namen überhaupt hatte. Ich selbst kannte die Familie nicht, ich war auch nie in Meran.  Ich dachte mir zunächst, dass doch nicht viel dahinter sein könnte, da für all diese wilden Behauptungen erst einmal Beweise erbracht werden müssten und wo sollten die herkommen? Es war aber gerade der Vorwurf der Sekte der mich stutzig machte und in eine ziemliche Unruhe versetzte. Allzu oft hatte ich in den vergangenen Jahren, seit dem ich mich mit dem Aufbau meines Yogastudios beschäftige, erlebt, wie gerade der Begriff „Sekte&#8221; immer wieder Anlass zu Ängsten, merkwürdige Verwicklungen und irrationalen Anschuldigungen gab.</p>
<h2>Weihnachten für Sektierer</h2>
<p>An ein stilles, friedliches Weihnachtsfest mit meiner Familie war nun ohnehin nicht mehr zu denken. So rief ich Frau H. an, um näheres in Erfahrung zu bringen. Sie war sehr freundlich und zugleich auch empört über das Verhalten ihres Ex-Mannes. Vor allen Dingen hatte sie Schuldgefühle, weil ich und, wie sich herausstellte, noch weitere Personen in einen Familienkonflikt hineingezogen worden waren. Sie war am Telefon ziemlich außer sich und aufgebracht, dennoch aber konnte ich von ihr erfahren, dass das Ermittlungsverfahren schon vor einem halben Jahr von Bozen nach Bayern abgetreten worden war, da der Tatort der angebliche Vergewaltigungen in Bayern sei. Sie sei dort von der Kriminalpolizei verhört worden, ihr sei aber nicht geglaubt worden, obwohl sie die von ihrem Mann unterstellten Vergewaltigungen, die sie erlitten haben solle, als Lüge zurückwies.  Die Kripobeamten waren offensichtlich der Ansicht, dass sie die angeblichen Vergewaltigungen einfach leugnen würde, um die angebliche Sekte zu schützen. Die Tatsache, dass sie bei der Vernehmung rote Flecken auf der Haut bekam - eine Hautleiden, welches sie schon als Kind bei Aufregungen quälte - deuteten die Beamten dabei als körperliches Merkmal dafür, dass sie lügen würde. Frau H. berichtete, dass sie erst ein gynäkologisches Attest vorlegen musste, um zu belegen, dass die geschilderte Vergewaltigungen und Verstümmelungen an ihr mit Messer und Holzstock nicht stattfinden haben können. Das Ermittlungsverfahren sei dann zwar erst einmal eingestellt worden, es habe sich dann aber der Münchner „Sektenspezialist&#8221; und Polizeikommissar Harry B. eingeschaltet und sich mit ihrem Ex-Mann in München getroffen. Daraufhin erfolgte eine erneute Anzeige, die nun angab, dass auch das Kind von der angeblichen Sekte brutal vergewaltigt worden sei und die Mutter dabei aber um die Ecke gestanden sei und sie deshalb nichts mitbekommen habe.  Spätestens jetzt wurde mir klar, dass meine Lage mehr als ernst war: Die Vergewaltigung von Kindern gehört zum Schlimmsten und im Strafgesetzbuch am härtesten geahndeten Vergehen.  Ein kleines Kind kann auch nicht vor Gericht aussagen. Es gibt folglich auch keine Zeugen mehr. Wenn ein Kind vergewaltigt worden sein soll, dann muss ein psychologisches Gutachten erstellt werden, und bei allem Vertrauen in die Justiz weiß heute wohl jeder Bürger, dass bei einem solchen Gutachten alles Mögliche heraus kommen kann und nicht selten auch genau das herauskommt, was von den Auftraggebern gewünscht wird. Und vor allen Dingen wusste ich nun, dass mit dem Sektenspezialisten in München auch die Kirche maßgeblich beteiligt war, denn es besteht nach meiner langjährigen Beobachtung eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen den kirchlichen und staatlichen Sektenreferenten.  Was konnte ich nun tun? Unzählige Fragen über Fragen türmten sich vor mir auf: Einen Anwalt zu finden, war über die Feiertage praktisch unmöglich. Wie konnte ich mich informieren und Akteneinsicht bekommen? Musste ich unmittelbar mit Verhaftung oder mit Hausdurchsuchung rechnen? Wie lange werde ich wohl schon überwacht und vor allem: Warum wurde ich bisher über die Beschuldigungen nicht informiert? Warum sollte ein italienisches Kind ausgerechnet in Bayern vergewaltigt worden sein, wenn kaum einer der Beschuldigten sich je in Bayern aufhält? Wie ist es möglich, dass es Menschen gibt, die mich vernichten wollen, ohne mich überhaupt zu kennen? Denn eines war mir zu diesem Zeitpunkt schon relativ klar: Um einen Irrtum oder Missverständnisse konnte es sich nicht handeln. Hier ging es um eine gezielte Aktion, mich und andere Menschen zu kriminalisieren, aus welchem Grund auch immer.  Diese und andere Fragen quälten mich, aber was mir noch mehr zusetzte war die Schwierigkeit, während der Feiertage an weitere Informationen und Auskünfte zu gelangen.</p>
<h2>Im Hintergrund steht der Missbrauch des Vaters am Kind</h2>
<p>Das Bild der tatsächlichen Geschehnisse vervollständigte sich erst nach dem Jahreswechsel Stück für Stück. So erhielt ich beispielsweise über Frau H. einen Bericht des Jugendamtes in Meran, aus dem hervorging, dass der Vater ihres gemeinsamen Kindes aufgrund seiner ständigen psychischen Manipulationen an dem kleinen Kind nicht mehr mit ihm alleine sein durfte. Die Großmutter des Kindes, die ebenfalls auf dem Hof wohnt, hatte sich an das Jugendamt gewandt, da der Vater fast täglich mit Sektenbeauftragten der Kirchen und der Polizei telefonierte und wie besessen von der Idee war, eine angebliche Sekte zu überführen und, das seine Exfrau, die er angeblich an die Sekte verloren hatte, wieder an den Hof zurückzuzwingen. Aus dem Jugendamtsbericht ging deutlich hervor, dass der Vater den Hof vollständig vernachlässigte, dass er „Tag und Nacht&#8221; auf das Kind einredete und es beispielsweise dazu zwingen würde, von „bösen Männern&#8221; zu erzählen, die um den Hof schleichen würden. Weiterhin würde er auch das Kind zwingen, emotionale Briefe an die Mutter zu schreiben, um sie damit zu „erweichen&#8221; und zur Rückkehr zu bewegen. Den Inhalt der Briefe gab er jedoch selbst vor und führte dem Kind, das ja in dem Alter noch nicht richtig schreiben konnte, selbst die Hand.  Im Bericht des Jugendamtes Meran hieß es dazu:</p>
<blockquote><p>„Herr L. (der Vater) berichtete der schreibenden Sozialassistentin im Oktober 2007, dass M. (die Tochter) von den Sektenmitgliedern anal vergewaltigt worden sei. Um dies belegen zu können, der Sekte somit endlich etwas nachweisen zu können und auf Drängen eines Polizeikommissars in München namens Harry B., wolle er nun, dass M. gynäkologisch in einer Fachklinik in München untersucht wird. Seitens des Sozialdienstes und der anderen involvierten Fachdienste wurde Herrn L. klar mitgeteilt, dass er auf jeden Fall davon absehen solle, um eine Traumatisierung des Kindes zu vermeiden.  Herr L. zeigte sich jedoch nicht kooperativ. Er teilte mit, dass diese gynäkologische Visite im Gegensatz zu dem was M. bereits widerfahren sei „ein Furz&#8221; sei. Seine Tochter selbst wolle es, damit den „Sektenleuten&#8221; endlich das Handwerk gelegt wird. Im Dezember teilte Frau Dr. U. des Psychologischen Dienstes mit, dass eine Sozialarbeiterin einer Klinik in München Kontakt mit dem Krankenhaus Meran aufgenommen habe, da Herr L. eine kindergynäkologische Visite von M. durchführen wolle.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>„Das Mädchen zeigte sich während der Sitzungen sehr verschlossen und sprach von Geheimnissen mit ihrem Vater, so war auch der Name ihrer Puppe ein Geheimnis. Aufgrund der wenigen therapeutischen Sitzungen ergab sich der Therapeutin nur einmal die Gelegenheit das Mädchen gezielt zu den Vorfällen zu befragen. M. antwortete, dass dies ein Geheimnis zwischen ihr und dem Vater sei.&#8221;</p></blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Man stelle sich das einmal konkret vor: Ein Kind, das im Alter von 7 Jahren einer angeblichen Sekte „das Handwerk legen möchte&#8221; und im Alter von 3 ½ Jahren, also zu einer Zeit, da es noch auf das Töpfchen ging, anal vergewaltigt worden sein soll, ohne dass es von irgend jemanden bemerkt worden wäre. Das Kind selbst müsste ja einen Begriff von Sekte und Vergewaltigung haben, wenn es das alles erzählt haben sollte. Am meisten erschreckte mich allerdings die Rolle des Münchner Polizeikommissars, der die eigentliche treibende Kraft hinter den Vorgängen zu sein schien und das Kind unbedingt nach München bringen wollte, obwohl es ja schon in Italien mehrere Male ohne Befund gynäkologisch und psychologisch untersucht worden war. Es war nun klar, dass der Vater schon seit Monaten auf das Kind einredete und ihm Geheimnisse auferlegte mit dem Ziel, ein Gutachten in Bayern vorzubreiten, ein Gutachten mit eben jenen manipulierten Anknüpfungstatsachen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<h2>Eine Anzeige voller Sektenklischees</h2>
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<p style="margin-bottom: 0cm;">Erst im März 2008 erfuhr ich dann, dass das Kind seiner ebenfalls am Hof lebenden Großmutter und seinen Tanten schon vor Monaten gestanden hatte, dass die Geschichten von den „bösen Männern“ erfunden  und mit dem Vater abgesprochen gewesen wären. Etwa zur gleichen Zeit gelang es mir über meinen Anwalt Akteneinsicht zu nehmen, und was ich dort zu lesen bekam, übertraf an Brutalität und Absurdität alles, was ich bisher zu hören bekommen hatte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Obstbauer zeichnete in seiner Anzeige das Bild einer Familienidylle, die jäh zerstört worden sei, als der bis dahin treu sorgenden Mutter durch die angebliche Sekte ein Video zugespielt worden wäre. Dieses Video habe angeblich versteckte geheime Botschaften enthalten, welche die Mutter veranlasst haben sollen, sich ihrer hausfraulichen Pflichten zu entledigen und sich gleichsam wie ferngesteuert mit „Abgesandten“ der Sekte an einem geheimen Ort zu treffen. Dort wäre sie dann, nachdem sie sich geweigert hätte, „mit der Sekte mitzuziehen“, gefesselt, entkleidet und gedemütigt worden, wäre mit gespritzten Drogen gefügig gemacht und schließlich brutal von einer ganzen Gruppe vergewaltigt worden. Das Kind sei dabeigestanden, hätte alles mitangesehen und schließlich der blutüberströmten Mutter zur Flucht verholfen. Die Mutter wäre aber, nachdem die Wirkung der Drogen nachgelassen und sich Entzugserscheinungen eingestellt hätten, wieder mit dem Kind zur Sekte zurückgekehrt, wo sie dann  wieder und wieder vergewaltigt worden wäre, unter anderem auch mit einem Holzstock. Schließlich seien ihr auch Messerstiche zugefügt und  - wie es bei Sekten so üblich sei -  Teile der Genitalien weggeschnitten worden. Das Kind sei ebenfalls bedroht worden: Es würde umgebracht werden, wenn es nicht schweigen würde. Der Hauptangeklagte aber war der angebliche Sektenführer Heinz Grill und ich sei sein „treu ergebener Knecht“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Spätestens hier musste jedem unbefangenen Betrachter klar sein: Diese Behauptungen konnten unmöglich aus der Erfahrung und dem Mund eines kleinen Kindes stammen. Es stand klar da: Der Vater benützt seine Tochter, um seine Beschuldigungen aufzubauen. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass es nicht (oder nur zum Teil) seine eigene Geschichte war, die der Bauer vorbrachte, sondern dass er selbst eigentlich nur zur Verfolgung einer „Sekte“ benützt werden sollte. Die eigentlichen Akteure schienen mir vielmehr der Sektenkommissar in München und die Sektenbeauftragten der Kirchen zu sein, die den Familienkonflikt und die psychische Erkrankung des Mannes für ihre Zwecke nutzten. Von ihnen musste er auch meinen Namen bekommen haben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Warum wurde dieser Mensch über Monate hinweg so intensiv telefonisch und persönlich beraten und in seinem für jeden Beteiligten offensichtlichen verbrecherischen Bestreben „betreut“? Was hat die Münchner Polizei in Italien zu suchen? Warum musste die medizinische Untersuchung des Kindes ausgerechnet in Bayern sein? Angezeigt wäre doch die geradezu selbstverständliche Reaktion gewesen, die die italienischen Behörden auf die Sache gezeigt hatten: Sie waren gar nicht erst auf die klar ersichtlichen, falschen Beschuldigungen eingestiegen, sondern hatten im Gegenteil Herrn L. vor weiteren Straftaten der Manipulation und falschen Beschuldigung zu bewahren gesucht, indem sie ihm dringend psychiatrische Behandlung anrieten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<h2>Konsequenzen und Hintergründe der Sektenverfolgung für die Betroffenen</h2>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Gefahr war nun deutlich zu spüren. Hier lauern Menschen darauf, unschuldige Personen zu kriminalisieren, und sie damit zu vernichten, sei es aus einem blinden und fundamentalistischen Hass oder sei es um ihrer Karriere willen oder sei es auch aus anderen, mir noch unerklärlichen Motiven. Es handelte sich hier jedoch um Profis, also um Menschen die dies hauptberuflich tun und große Institutionen im Rücken haben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Einem Beschuldigten wird ja eine Anzeige in der Regel nicht gleich mitgeteilt, es wird heute vielmehr im Hintergrund „ermittelt“, wenn man bei einer solchen Sachlage von „Ermitteln“ überhaupt sprechen kann. Der Beschuldigte wird überwacht, sein Telefon abgehört, seine Privatsphäre ausspioniert. Vielleicht findet man ja etwas, was man ihm anhängen kann? Zumindest hat man nun eine Handhabe, ihn zu provozieren, zu schwächen, ihn auszuhorchen und so in aller Ruhe auf die richtige Gelegenheit zu warten, bis man etwas gegen ihn vorbringen kann.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Jeder, der sich mit der seelisch-geistigen Entwicklung oder auch nur mit der Psyche des Menschen beschäftigt, kennt wohl das natürliche Bedürfnis der Seele, sich inkarnieren zu wollen, sich heimisch und aufgenommen zu fühlen. Die Seele möchte sich empfindungsvoll und sympathisch in Beziehung bringen. Man stelle sich nur einmal vor, wie es wirkt, wenn ein Mensch durch einen anderen beständig aus dem Hinterhalt beobachtet, ausgeforscht und mit den schlimmsten Verleumdungen belegt wird. Selbst wenn er nichts verbrochen hat und, wie man so sagt, ein gutes Gewissen besitzt, wird sich die Seele doch wohl tendenziell zurückziehen wollen und nicht mehr so leicht in den Zusammenhang finden. Ein sogenanntes Exkarniertsein mit Spannungen, Nervosität und psychischen Reaktionen dürfte in der Regel die Folge sein. Das ganze Leben wird dadurch spannungsreicher und schwieriger. Nicht selten zeigen sich in der Folge auch körperliche Symptome und unerklärliche Krankheiten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Körperliche und psychische Erschöpfung, plötzliches Auftreten von immer heftiger werdenden Kopf- und Nervenschmerzen, zunehmender Verlust der Sehkraft, des Gedächtnisse und Lebensfreude waren bei mir die signifikanten Symptome, die sich in den letzten Monaten eingestellt hatten und die auf eine überdurchschnittliche Einbuße der Lebenskraft hindeuteten. Ich fühlte mich tatsächlich innerhalb weniger Monate um 20 Jahre gealtert. Wie oft hörte ich meine Freunde sagen: “Du machst doch Yoga, wie kannst du da so erschöpft und fertig sein?“ Es handelt sich hier aber um eine hinterhältige und psychisch wirkende Art des Ausgrenzens und Diffamierens, die auch tatsächlich ihre Wirkung besitzt. Erst jetzt, nach fast einem Jahr der Beschuldigung, war es mir möglich, die Fremdeinflüsse zu identifizieren, mich wieder aufzurichten und innerlich dagegen zu wehren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<h2>Der wirkliche Hintergrund: Ein ungelöster Familienkonflikt</h2>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Von der Mutter des Kindes erfuhr ich, dass ihre Ehe schon zum Zeitpunkt der angeblichen Vergewaltigungen völlig zerrüttet war, dass sie sehr unter seiner Gewaltherrschaft und ständigen Kontrolle ihres Ex-Mannes litt, sich auch von der am Hof lebenden Familie abgelehnt fühlte und schließlich ein Verhältnis mit einem Praktikanten eingegangen war, mit dem sie sich bei ihren Deutschlandfahrten immer wieder traf. Von ihm fühlte sie sich als Frau und als Mensch geachtet. Die Eheleute sprachen zwar nicht darüber, aber ihr Mann wusste von dem Verhältnis, da er ihr ständig nachspionierte und Notizen dazu machte. Bei diesen Deutschlandfahrten sollen dann auch laut Anzeige des Vaters die Vergewaltigungen geschehen sein. Die Mutter erzählte mir, dass er ihr schon damals drohte, gegen Sekte vorzugehen, wenn sie ihn und den Hof verlassen würde. Gemeint war mit der Sekte ihre Freundin Inge F., mit der sie zusammen in Meran gelegentlich Yogaseminare machte und Heinz Grill, bei dem sie ihre Yogaausbildung erhalten hatte. Mit Unterstützung ihres Freundes gelang es ihr schließlich, im Frühjahr 2005 auszuziehen. Die Tochter musste sie allerdings zurücklassen, da sie sie nur schlecht aus der Großfamilie herausreißen und in eine ungewisse Zukunft mitnehmen konnte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als für mich die Beweise immer mehr auf der Hand lagen, dass dieser Mensch nicht eine irrtümliche, sondern eine wissentlich falsche Beschuldigung erhoben hatte und auch weiterhin aufrecht erhält, erstattete ich im April 2008 Anzeige in Bozen. Es handelt sich hier schließlich um ein sogenanntes Offizialdelikt, auf das mindestens 2 Jahre Gefängnis steht.</p>
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<h2>Sektenbeauftragte agieren weiter</h2>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Jugendgericht Bozen entzog dem Vater schon im Januar 2008 das Sorgerecht aufgrund der gefährlichen Manipulationen an seinem Kind und verbot jeglichen alleinigen Umgang mit ihm. Es verhinderte dadurch, dass er es weiterhin zur Kriminalität erziehen und zu schweren Straftaten benützen konnte. Doch selbst danach war für die Sektenspezialisten in München noch nicht der Punkt erreicht, den Mann in Ruhe zu lassen, geschweige denn, sich von ihm zu distanzieren. Bekannte und Verwandte der Familie berichteten weiter von unzähligen Telefonaten zwischen ihm und dem Kripobeamten sowie mit dem Sektenbeauftragten in München. Das Telefon war mittlerweile schon wegen unbezahlter Rechnungen gesperrt und die Großmutter, bei der er die Telefonate daraufhin weiterführte, klagte über die ständige Einflussnahme von Außen und versuchte sich zu wehren, indem sie beispielsweise beim Telefonieren einfach den Stecker herauszog.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Großmutter berichtete, dass der „Sektenpolizist aus München“ auch sie immer wieder anrief: Einmal, um ihr zu sagen, dass sie auf das Kind aufpassen müsse, weil ihr Sohn das Profil eines Sexualtäters habe, ein andermal wieder, dass alles wahr sei, was dieser erzähle.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Sektenbeauftragte der ev. Kirche ging in seinen Beratungen sogar soweit, dass er Herrn L. dazu anhielt, weitere Anzeigenerstatter und fingierte Zeugen zu finden, damit es nicht wie ein Familienstreit aussehe und er seine Anzeige doch noch durchbringen könne. Wenn dies nicht gelänge, müsse er sich einen guten Anwalt suchen, weil es sonst schlecht für ihn aussehen würde. Freunde der Familie, die dieses Telefonat mitbekommen hatten, versuchte er sogleich als Zeugen einzubinden. Einer anderen Bekannten versuchte er einzureden, ob sie nicht die Mutter mit dem Kind vor der Sonnwendnacht 2004 beobachtet hätte, der „alte Sektenbeauftragte in München“ (gemeint war Hans Liebl) hätte damals schon gesagt, dass diese Sekten solche heidnischen Bräuche haben und sich in Höhlen treffen, wo sie dann kultische Vergewaltigungen durchführen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auffällig war auch, dass der Vater etliche Vernehmungsdetails aus den Akten kannte, obwohl er als einziger Hauptzeuge gar keine Akteneinsicht haben konnte und durfte. So wusste er beispielsweise über die Hautreaktionen seiner Frau bei der Vernehmung in Nürnberg Bescheid, und darüber, dass sie als „Lügenflecken“ gedeutet worden seinen. Er war auch über die Alibis der Beschuldigten informiert und änderte daraufhin die Termine für die angebliche Vergewaltigung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<h2>Der Einbruch der Kirchen in Partnerschaften durch die Sektenberatungsstellen</h2>
<p>So nach und nach wurde mir also immer klarer, woher dieser Mensch meinen Namen hatten und wie er zu dieser bösartigen Verleumdung kam. Ich war auch erschüttert darüber, wie sich immer wieder bestätigte, dass sich die schwersten Entzweiungen und Familienkonflikte auf den Einfluss der Kirchen und gerade der Sektenbeauftragten zurückführen ließen. Unsägliches Leid müssen die Menschen damit tragen. Wie oft habe ich erlebt, dass ein Ehepartner in Sektenfragen „beraten&#8221; wird, in Wirklichkeit aber nur Ängste und Entzweiungen geschürt werden? All dies geschieht natürlich unter dem Siegel der Verschwiegenheit. Der eine Ehepartner geht, mit dem Sektenbeauftragten im Rücken, offen oder geheim gegen den anderen vor, versucht ihn auszuhorchen, zu überreden und aus der vermuteten Sekte „herauszulösen&#8221; und ihn damit zu „retten&#8221;. Er darf aber auf keinen Fall sagen, woher er seine Informationen hat und dass er regelmäßig vom „Sektenbüro&#8221; dabei „beraten&#8221; wird, dies zu tun. So fühlt sich mancher plötzlich ungeheuer wichtig im „großen Kampf&#8221; zur Befreiung der Menschheit vor der Plage der Sekten.  Zumeist betreffen solche Anschuldigungen wie sie mir widerfahren ja nicht diejenigen Menschen, die sich gut einer Gruppe oder einem Kollektiv anschließen können, sondern gerade solche, die sich um einen freieren, von hierarchischer oder kollektiver Beeinflussung unabhängigeren Stand im Leben bemühen. Beziehungen und Partnerschaften in meinem Bekanntenkreis konnten sich, wenn solch eine Beeinflussung vorlag, erst dann wieder heilen, wenn beide Partner diesen Fremdeinfluss herausbringen konnten und keine Geheimnisse dieser Art mehr zuließen. Bezeichnenderweise werfen die Kirchen und ihre Sektenbeauftragten aber gerade den sogenannten Sekten vor, dass sie vor allem Ehen und Familien zerstören würden.</p>
<h2>Hauptziel der Beschuldigungen: Heinz Grill</h2>
<p>In diesem Fall kommt noch hinzu, dass das Ziel der Beschuldigung primär Heinz Grill zu sein scheint, den ich als spirituellen Lehrer und Schriftsteller schon seit längerem persönlich kennen und schätzen gelernt habe. Ihm wird seit vielen Jahren von den Kirchen alles nur Erdenkliche an Negativität und Schmutz aufgeladen, da er nicht eine gruppen- oder kirchenorientierte Spiritualität lehrt, sondern Wege der individuellen Annäherung des Einzelnen an die geistigen Dimensionen des Daseins eröffnen möchte. Es ist für mich auch bezeichnend, dass es sich bei Heinz Grill gerade um einen Menschen handelt, der aus tiefer Einsicht in die geistigen Zusammenhänge heraus jegliche hierarchische Einflussnahme, jegliche Manipulation und sektiererische Orientierung ablehnt und nach meiner Einschätzung ein außergewöhnlich freies und eben nicht-sektiererisches Bewusstsein ausstrahlt. Das ungewöhnlich reine Bewusstsein dieses Menschen scheint jedoch wie ein Art Spiegel oder Projektionsfläche zu wirken, wird ihm doch nach meiner Beobachtung fast immer genau dasjenige an Vorwürfen und Beschuldigungen entgegengeschleudert, was gerade bei den Personen selbst im Unreinen zu sein scheint. Es würde von daher nicht verwundern, wenn die auffälligen Geheimnisse, die der Vater mit dem Kind hat, das Ergebnis eines eigenen sexuellen Missbrauchs des Kindes darstellen würden, welcher durch die erfundenen Geschichten nur auf andere abgewälzt werden soll.  Ein Indiz hierfür war für mich die Tatsache, dass die behandelnde Ärztin in Meran, nach einer der gynäkologischen Untersuchungen des Kindes festgestellt hatte, dass es eindeutig nicht vergewaltigt worden war - es gab keinerlei Spuren von Gewalt - aber sie hat doch aufgrund der Reaktionen des Kindes bei der Untersuchung den dringenden Verdacht geäußert, dass es vom Vater selbst sexuell missbraucht worden sein könnte.</p>
<h2>Für Sektenmitglieder gelten andere Gesetze</h2>
<p>Als ich genügend Informationen gesammelt hatte, erstatte ich nun auch Anzeige in Deutschland gegen Harry B., wegen Manipulation und Anstiftung zur Kriminalität. Es war mir aber von vorneherein klar, dass in Deutschland und besonders in Bayern ein völlig anderes Klima herrschte als in Italien. In Italien wurden die Vorwürfe unvoreingenommener geprüft. Hier ging es mehr um das Wohl des Kindes und um klare menschliche Verhältnisse. Die weltanschauliche oder religiöse Orientierung schien dort niemand zu beachten bzw. Sache des einzelnen zu sein, in die sich niemand einmischen möchte. Nicht so in Bayern: Meine Anzeige gegen Harry B. wurde in Bayern sehr schnell niedergelegt. Erschreckend dabei war wiederum die Angabe, dass dem Sektenkommissar diese intensive und normalerweise unzulässige Zusammenarbeit mit dem Hauptzeugen zugestanden wurde, denn schließlich handelte es sich ja um Sekte und da gelten eben andere Gesetze.</p>
<blockquote><p>„Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte in strafrechtlich nicht zu beanstandender Weise im Rahmen seines Zuständigkeits- und Aufgabenbereichs tätig wurde. So bekleidet er aufgrund seiner speziellen Zuständigkeit im Polizeipräsidium München ein Amt, welches mit einem besonderen Vertrauensverhältnis zu Zeugen einherzugehen hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich wurde sogleich als Sektenmitglied klassifiziert. Es seien schließlich auch schon andere Mitglieder der Sekte straffällig geworden. Von Mord, Rauschgift und Waffenhandel war in den Ermittlungsakten die Rede. Die Anzeige von mir sei nur eine konzertierte Aktion der Sekte, um ihre Ziele ohne Behinderung durchzusetzen und ihre Kritiker auszuschalten. In der Zukunft sei mit weiteren Anzeigen zu rechnen. Das sei eben bei Sekten so üblich. Nähere Angaben könne auch der Sektenbeauftragte der Kirche machen. Ein sachliches Argument gegen die von mir erhobenen Vorwürfe war den Akten aber nicht zu entnehmen. Der Kommissar wurde auch gar nicht danach gefragt. Es genügte allein die Einteilung in Sekte und Nicht-Sekte, und jedes weitere Argument erübrigte sich damit. Es fand sich auch nirgends der Hinweis, auf welcher Grundlage ich als Sekte klassifiziert wurde. Es genügte also für den Staatsanwalt, dass es der kirchliche Sektenbeauftragte eben so sagt.  Spätestens hier war mir deutlich geworden, dass es in Bayern zweierlei Recht gibt: Eines für Menschen, die als Sekte angesehen werden, und ein eines für Menschen, welche als normal gelten. Aus den Ermittlungsakten in diesem Verfahren ging deutlich hervor, dass der Sektenkommissar Harry B. bei seiner Befragung nur seine Unschuld beteuern musste und nicht einmal ordentlich befragt wurde. So heißt es im dortigen Ermittlungsbericht:</p>
<blockquote><p>„Die Angaben des Herrn B. sind glaubwürdig. Dem gegenüber stehen die Angaben des Anzeigeerstatters, der in Beziehung zu einer sektenähnlichen Gruppierung steht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bemerkenswerterweise wurde der Kommissar nach außen hin zwar gedeckt, er hat aber seine Aktivitäten dennoch eingestellt bzw. auf andere Personen verlagert, denn die Telefonate wurde nach Angaben der Verwandten und Bekannten weniger, und der Südtiroler Bauer beklagte schon wehmütig, dass nun auch noch der „Kommissar umgefallen&#8221; wäre. Die Kommunikation zwischen den beiden wurde daraufhin nur noch indirekt und mehr nach außen hin verborgen über den Sektenbeauftragten der Kirche weitergeführt. In meiner Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens musste ich mich schließlich gegen den völlig unsachlichen Sektenvorwurf verwehren, und konnte aber dennoch nachweisen, dass die Angaben des „Sektenpolizisten&#8221; falsch waren. Die Ermittlungen wurden daraufhin wieder aufgenommen.</p>
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<h2>Wie konnte es zu der Ausweitung des Konfliktes kommen?</h2>
<p>Die Frage, wie es eigentlich zu einer solch abwegigen und fantastischen Anschuldigung kommen konnte, wie es möglich war, dass ein alltäglicher Ehe- und Familienkonflikt sich derart auf völlig unbeteiligte Personen ausweiten konnte, blieb mir lange Zeit noch im Unklaren. Als es sich bei Gesprächen mit Frau H. aber immer mehr herauskristallisierte, dass sie eine seit Jahren schon schwelende Aggression gegen Heinz Grill brütete und ihn für ihre missglückte Lebenssituation verantwortlich machte, wurde mir erst verständlich, wie dieser Fall gerade durch ihre verborgenen Motive seine Richtung nehmen konnte.</p>
<p>Frau H. berichtet von ihrem Versuch, ein Restaurant im Sinne einer gehobenen Ernährungskunst in Österreich aufzubauen, den sie jedoch schon nach einigen Monaten wieder aufgeben musste. Anstatt zu erkennen, wie ihr späterer Ehemann schon damals psychologisch manipulativ auf sie einwirkte und ihr Scheitern geschickt herbeisehnte, damit er sie als Bäuerin auf den Hof nach Südtirol gewinnen konnte, machte sie nun insgeheim ihren ehemaligen Lehrer, Heinz Grill, bei dem sie die Kochkunst gelernt hatte, für ihr Scheitern verantwortlich und stürzte sich Hals über Kopf und entgegen der Warnungen ihrer damaligen Freunde in die Ehe mit diesem Mann. Sie selbst beschreibt diesen Schritt und auch die baldige Geburt der gemeinsamen Tochter als einen Versuch, der eigenen Verantwortung und notwendigen Entwicklung auszuweichen.</p>
<p>Als sie der Mann jedoch in der Ehe immer mehr einengte und nur noch als Arbeitskraft für den Hof benützte, jeglichen Kontakt zu ihren bisherigen Freunden unterband und ihr beispielweise sogar verbot, spirituelle Literatur zu lesen, suchte sie sich nun auch aus dieser Situation wieder zu befreien, in dem sie ein Verhältnis zu einem Praktikanten auf dem Hof einging. Ihrem Mann gegenüber verheimlichte sie dieses Verhältnis und nützte die gelegentlichen Fahrten nach Deutschland, um sich mit ihrem Freund zu treffen und ihren Mann zu betrügen. Diesem sagte sie, dass sie sich mit ihren „Yogafreunden“ treffen würde.</p>
<p>Ihr Mann fühlte natürlich, dass sie ihn betrog und nicht mehr am Hof zu halten war, aber durch ihre Lüge, lenkte sie seine Aggression geschickt auf Heiz Grill bzw. auf Personen, die sich in irgend einer Weise diesem Yoga verbunden fühlten. Als ihr Mann daraufhin mithilfe der Sektenbeauftragten gegen Heinz Grill und ihre angeblichen „Yogafreunde“ zu agitieren begann, sah sie es nicht als notwendig an, demgegenüber Stellung zu nehmen. Sie wollte sich seiner Kritik nicht aussetzen und es sich auch mit ihm nicht verscherzen. Als sie ihn schließlich doch einige Monate später - wie es ja schon häufig in ihrem Leben geschah - wiederum Hals über Kopf verließ und vom Hof flüchtete, erachtete sie es immer noch nicht als notwendig, die Verhältnisse aufzuklären und ihrem Mann reinen Wein einzuschenken.</p>
<p>Ihr Ex-Mann begann nun mithilfe der Sektenbeauftragten und deutschen Justiz die oben geschilderten Drogen- und Vergewaltigungsgeschichten zu inszenieren mit dem Ziel, sie mit Sekte zu erpressen und wieder an den Hof zurückzugewinnen. Man muss also am Ausgang der unglaublichen Verleumdungs-Geschichte ihre Verleugnung der eigenen Lebensideale, ihren Betrug und ihre fortgesetzte Lüge sehen. Ihr Mann besitzt zwar ein relativ großes kriminelles Potential, aber gerade indem sie sich zu sehr aus der Verantwortung für ihr Leben zog, einer klaren Stellungnahme um des eigenen Vorteils willen auswich und das klärende Wort ausblieb, war es erst möglich, dass ihr Mann gegen völlig unbeteiligte Dritte aufgehetzt werden konnte.</p>
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<h2>Weitere Konsequenzen der Sektenverfolgung</h2>
<p align="left">Wenn ich rückblickend die letzten Monate betrachte, so habe ich durch die verleumderische Beschuldigung sicher große gesundheitliche und finanzielle Einbußen hinnehmen müssen und es ist fraglich, ob der finanzielle Schaden je wieder erstattet werden wird. Dennoch hat die Beschuldigung auch weitere Perspektiven eröffnet: Es sind dadurch viele neue und tiefere Beziehungen zu Menschen entstanden, sogar zu Personen, die mir bis dahin gänzlich unbekannt waren. Gerade auch zu den Mitbeschuldigten ist eine sehr schöne Verbindung und Freundschaft entstanden, welche das Leben auf einer mehr inneren Seite bereichern konnte. Bei aller Verzweiflung und nervlichen Zerrüttung durch die vielen schlaflosen Nächte, ist doch auch ein Gefühl der tieferen Verbindung und Zusammengehörigkeit zwischen den Menschen gewachsen und eine Liebe zu den doch sehr verborgenen Gesetzmäßigkeiten des Lebens, wonach scheinbar gerade diejenigen, die Ausgrenzung und Verfolgung erleiden, nicht mehr so leicht in die Gemütlichkeit und Routine des Alltags zurücksinken können, ihr Leben aber doch auf überraschende Weise mit ganz neuen seelischen Qualitäten bereichert wird.</p>
<p align="left">
<p align="left">Weitere Entwicklungen ab Oktober 2008</p>
<p align="left"><a href="http://selbstwerden.de/2008/10/einbruch-in-die-freiheit/" target="_blank">Einbruch in die Freiheit II</a></p>
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		<title>Georg Elser - Die freie Tat eines Einzelnen</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 20:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fallbeispiele]]></category>

		<category><![CDATA[Attentat]]></category>

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		<category><![CDATA[Hitler]]></category>

		<category><![CDATA[Individuum]]></category>

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Als eine der faszinierendsten Persönlichkeiten, was einen freien, von kollektiven Meinungen unabhängigen Standpunkt betrifft, ist Georg Elser zu nennen. Elser ist vielen als Hitler-Attentäter im Bürgerbräukeller in München bekannt. 1938, noch vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges und in einer Zeit als der Nationalsozialismus seine größten Erfolge feierte, erkannte er die Gefahr, die vom Nationalsozialismus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border: 2px solid black; margin: 20px; vertical-align: text-top;" src="/wp-content/uploads/2008/07/georg_elser.jpg" alt="Georg Elser" width="160" height="247" /></p>
<p>Als eine der faszinierendsten Persönlichkeiten, was einen freien, von kollektiven Meinungen unabhängigen Standpunkt betrifft, ist Georg Elser zu nennen. Elser ist vielen als Hitler-Attentäter im Bürgerbräukeller in München bekannt. 1938, noch vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges und in einer Zeit als der Nationalsozialismus seine größten Erfolge feierte, erkannte er die Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausging und kam zu der Überzeugung, dass das Unglück und die Bedrohung der Welt nur durch die Beseitigung Hitlers und der gesamten Führungsriege abzuwenden sei. Im Alleingang, ohne einen einzigen Vertrauten plante er über ein Jahr hinweg die Tat und führt sie schließlich aus. Gerade die Tatsache, dass er als gewöhnlicher Bürger völlig alleine stand und dennoch die Situation richtig beurteilte, macht ihn zu eine der unfassbarsten und auch umstrittensten Persönlichkeiten des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Er stößt bis zum heutigen Tag auf Unverständnis und Ablehnung. Seine Tat ist keiner Weltanschauung, keinem Bekenntnis und keiner Ideologie zuzuordnen. Sie wartet darauf, von den Menschen erkannt und in ihrer Bedeutung gewürdigt zu werden.</p>
<p>Eine gute Dokumentation seines Lebens und Wirkens finden sie hier:</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.georg-elser.de/" target="_blank">www.georg-elser.de</a></span></span></p>
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